Mehr Platz in der „Loft“-Wache

Nach dem Umzug: Ein exklusiver Rundgang durch die Polizeiinspektion 16 in der Bayerstraße

Die Polizeiinspektion 16 ist von der Arnulfstraße 1 an die Bayerstraße 14 gezogen.
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Die Polizeiinspektion 16 ist von der Arnulfstraße 1 an die Bayerstraße 14 gezogen.
Dienststellenleiter Artur Mitterer hat mit Hallo einen Rundgang durch die neue PI 16 gemacht.
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Dienststellenleiter Artur Mitterer hat mit Hallo einen Rundgang durch die neue PI 16 gemacht.
Durch einen verspiegelten Vorraum, der als Schleuße dient, gelangt man in die eigentliche Wache. Hier arbeitet beispielsweise Benjamin Lange, Wachen- und Streifenbeamter.
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Durch einen verspiegelten Vorraum, der als Schleuße dient, gelangt man in die eigentliche Wache. Hier arbeitet beispielsweise Benjamin Lange, Wachen- und Streifenbeamter.
Dahinter liegen die Zellen. Eine Sammelzelle...
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Dahinter liegen die Zellen. Eine Sammelzelle...
... mit verschließbarer Toilette...
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... mit verschließbarer Toilette...
... und eine Einzelzelle. Beide Zellen sind nach außen zum Teil mit Plexiglas verkleidet, welcher als „Spuckschutz“ dient.
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... und eine Einzelzelle. Beide Zellen sind nach außen zum Teil mit Plexiglas verkleidet, welcher als „Spuckschutz“ dient.
Die Türen lassen sich bei Bedarf auch kurz mit dem Fuß schließen und sichern.
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Die Türen lassen sich bei Bedarf auch kurz mit dem Fuß schließen und sichern.
Beschläge sind abgerundet, Verschlüsse und Rauchmelder extra gesichert – zur Verhinderung von Suizid.
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Beschläge sind abgerundet, Verschlüsse und Rauchmelder extra gesichert – zur Verhinderung von Suizid.

Helle Räume, modernste Technik und frische Farbe: Alles neu in der PI 16 am Standort Bayerstraße. Hallo durfte sich vor Ort umsehen...

Ludwigsvorstadt – Die rund 50 Beamten der Polizeiinspektion (PI) 16 sind an die Bayerstraße 14 umgezogen. Kennenlernen kann man die neue Polizeiwache allerdings nicht. „Einen Tag der offenen Tür oder dergleichen lässt die Wache nicht zu“, sagt Dienststellenleiter Artur Mitterer.

Bis Ende Juni waren die Beamten an der Arnulfstraße 1 beheimatet – doch aufgrund des Umbaus des Hauptbahnhofs folgte jetzt der Zwangsumzug. Hallo hat eine exklusive Führung durch die neue PI erhalten.

Die Beamten haben sich inzwischen gut eingelebt. „Hier vermisst niemand die alte Wache“, sagt Mitterer. Etwa 300 Meter Luftlinie ist die PI 16 von ihrem alten Standort weitergerückt, in den Eckpavillion des Holzkirchener Bahnhofs. 

Das denkmalgeschützte Gebäude, in dem zuvor ein Start-up-Unternehmen untergebracht war, wurde etwa acht Monate zur Polizeistation umgebaut: „Das ist ein tolles Gebäude und die Umsetzung, wie hier eine PI reingezaubert wurde, ist beeindruckend.“

Helle moderne Räume

Vor allem gebe es nun wesentlich mehr Platz als zuvor. Etwa 1000 Quadratmeter stehen den Damen und Herren jetzt zur Verfügung. Die Räumlichkeiten sind hell und modern, fast schon steril. 

„Eine Kollegin meinte einmal zu mir, dass sie sich wie in einem Loft fühle“, erzählt Mitterer, als er die restaurierte Treppe nach oben steigt. „In der Arnulfstraße war es sehr beengt. Das mit der Sauberkeit war auch so eine Sache, der Alterungsprozess hat sich einfach bemerkbar gemacht.“

Der Dienstbereich der PI 16 umfasst das Bahnhofsgelände mit dem unmittelbar angrenzenden Verkehrsraum der Paul-Heyse-Unterführung, der Arnulfstraße und des Bahnhofsplatzes. Sie betreut aber keine Wohnbevölkerung. „Wir sind quasi die Polizei für alle“, sagt Mitterer. Schließlich werde der Bahnhof täglich von bis zu 400 000 Personen frequentiert.

Wer die neue Wache über den Haupteingang betritt, gelangt zunächst in einen verspiegelten Vorraum mit Sitzmöglichkeiten. „Die Spiegelfläche dient vor allem dem Datenschutz“, erklärt der Dienststellenchef. Von dort geht es weiter zur eigentlichen Wache mit einem hohen Tresen. Dort nehmen ein bis zwei Beamte und ein Dienstgruppenleiter im Schichtdienst Anzeigen auf, kümmern sich um Vermisstenfälle oder Fundsachen. Dahinter befinden sich eine Einzel- und eine Sammelzelle. 

Noch riecht die Zelle nach Farbe

„Noch riecht man die frische Farbe. Mal sehen, wie lange das noch anhält“, bemerkt Mitterer. 

Gerade während der Wiesn könne es schon einmal vorkommen, dass sich ein Dutzend Personen in der Sammelzelle aufhält. Daher beinhaltet diese auch eine abschließbare Toilette. Für Besucher gibt es ein behindertengerechtes WC.

Angenehm sei, dass es jetzt drei, statt nur zwei Vernehmungsräume gebe. Die Jalousien mit Ausblick auf Gleis 11 sind jedoch meist geschlossen – Datenschutz. Im Schulungsraum stehen ein Beamer und ein Fernseher zur Verfügung. 

Neben den Büros der Kontaktbeamten und dem Asservatenraum, gibt es auch eine moderne Küche. Ganz oben sitzt der Innendienst, hier hat auch der Chef sein Büro. 

Telefonisch bleibt die PI 16 unter der 5 45 82 90 erreichbar.

Daniela Borsutzky

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