Anwohner entlasten

Neue Bürgerinitiative will Verkehr in Hadern anders lenken

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Der Verkehr ist Haderns Sorgenkind. Deshalb hat sich jetzt eine neue Bürgerinitiative gegründet. 

Das ewige Warten im Stau und das hohe Verkehrsaufkommen regt viele Bürger in Hadern auf. Deswegen hat sich nun eine Bürgerinitative gegründet. Wie sie den Verkehr lenken wollen...

Hadern  – Der Verkehr ist Haderns Sorgenkind. Deshalb hat sich jetzt eine neue Bürgerinitiative gegründet. 

„Wir haben uns zusammengeschlossen, um uns für eine bedürfnisorientierte und sinnvolle Verkehrs- planung und -führung im Viertel und ein ausgewogenes, inkludiertes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer einzusetzen“, sagt Michael Orth (Foto), Sprecher der „BürgerInitiative Verkehr Infrastruktur Hadern“ (BIVIH). 

Diese ist bei der Bürgerversammlung erstmals an die Öffentlichkeit getreten – mit dem Antrag, dass das Verkehrsgutachten für den Umbau des Klinikums (Hallo berichtete) überarbeitet werden soll. 

Die zum Universitätsklinikum Großhadern gehörenden Kliniken der Innenstadt werden in den nächsten 20 Jahren fast vollständig nach Großhadern verlegt. 

Die Maßnahmen und Auswirkungen des Neu- und Umbaus des Klinikums sind eines von drei Themen, welches der BIVIH besonders wichtig ist. „Nach detaillierter Analyse des Verkehrsgutachtens des staatlichen Bauamtes kommen wir zu dem Ergebnis, dass das Gutachten an vielen Stellen Fehler in den zu Grunde gelegten Annahmen enthält“, so Orth. 

Wichtige Parameter wie die Berücksichtigung des Baustellenverkehrs würden überhaupt nicht thematisiert. 

Pro für den Hubschrauberlandeplatz

Den zweiten Hubschrauberlandeplatz befürwortet die BIVIH – im Gegensatz zur Bürgerinitiative Großhadern (Hallo berichtete) – ausdrücklich. 

„Das Thema ist hochemotionalisiert. Uns ist eine sachliche Diskussion wichtig“, sagt Orth und betont, dass sie mit der anderen BI nicht „verwandt“ seien. Vor allem gehe es den 15 Gründungsmitgliedern und mittlerweile mehr als 100 Unterstütz-ern um eine „anwohnerorientierte Optimierung der Verkehrsströme und der Parksituation“. 

Hadern sei, wie ganz München, mit wachsenden Einwohnerzahlen konfrontiert: „Das bedeutet eine Zunahme von Verkehr. Parkräume werden knapper und daher zum Teil schon heute falsch genutzt. 

Sprecher Michael Orth und mehr als 100 Mitglieder wollen sich für den Verkehr in Hadern einsetzen.

Nicht sinnvoll geleitete Verkehrsströme verursachen Staus und führen zu einem Verdrängungsverkehr in die Wohngebiete“, sagt Orth und meint damit unter anderem die Waldwiesenstraße: „Weil sie verengt wurde, brettern alle durch die Großhaderner Straße. 

Und auch die Pfingstrosenstraße fungiert als Bypass.“ Das dritte Thema, für das sich die BIVIH einsetzen will, ist eine gleiche Internetgeschwindigkeit für ganz Hadern. „Der Glasfaser- ausbau durch den Internetanbieter der Stadtwerke verläuft bisher nach unserer Auffassung zu einseitig“, so Orth. 

Zudem sei die entsprechende Informationspolitik unzureichend. Etwa einmal im Monat wollen sich die Mitglieder treffen, um die Themen zu diskutieren. Die nächste Sitzung ist für Mittwoch, 13. November, angesetzt. 

Dann soll auch das weitere Vorgehen hinsichtlich des Verkehrsgutachtens besprochen werden. Interessierte können sich per E-Mail an KontaktBIVIH@gmail.com wenden. Eine Website befindet sich derzeit noch im Aufbau. 

dbo

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