Sicherheitskonzept vorgestellt

Polizei und KVR sind vorbereitet: So wird es eine sichere Wiesn

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Sicherheit auf der Wiesn

Das Oktoberfest startet diesen Samstag und alle Sicherheitsvorkehrungen sind getroffen. Was es alles zu beachten gibt und welche Regelungen neu sind...

München – Sowohl das Kreisverwaltungsreferat als auch die Münchner Polizei bereiten sich auf das 186. Oktoberfest und die Oide Wiesn vor. 

Aus diesem Grund wurde heute ein Konzept vorgestellt, welches auf das erhöhte Sicherheitsbedürfnis während der Wiesn zugeschnitten ist. Diese zählt zu den internationalen Großereignissen und ist daher sehr öffentlichkeitswirksam. Es wird deswegen immer von einer „latenten“ Gefahr ausgegangen.

Polizeivizepräsident Norbert Radmacher bittet deswegen um Verständnis für die Sicherheitsmaßnahmen, vor allem von den Anwohnern.

Konkrete Hinweise auf eine besondere Gefährdung liegen jedoch, auch nach intensiver Lageauswertung, nicht vor. 

Sicherheit auf der Theresienwiese

Teil des Konzept sind die Einlasskontrollen an allen Zugängen, die von dem Veranstalter und dem Sicherheitsdienst ausgeführt werden. Diese wurden im Vorhinein vom Ordnungsamt überprüft und alle müssen stets sichtbar ihren Ordnerausweis auf der Brust tragen. 

Wie die letzten Jahre ist das komplette Festgelände umzäunt. Außerdem sind Rucksäcke und Taschen, die mehr als drei Liter fassen nicht erlaubt. Kinderwagen dürfen ab 18 Uhr nicht mehr auf das Gelände sowie an allen drei Samstagen und am Tag der deutschen Einheit. 

Es besteht außerdem ein Überflugverbot über dem Wiesngelände. Polizeivizepräsident Norbert Radmacher weißt ausdrücklich darauf hin, dass das auch für jegliche Art von Drohnen gilt.

Maßnahmen der Polizei

Zur Wiesn-Zeit verrichten rund 600 Beamte auf dem Festgelände und auch in näherer Umgebung ihren Dienst. Unterstützt werden sie dabei von 49 fest installierten Kameras die mit einem 360° Winkel ausgestattet sind. Auch sind dieses Jahr alle Einsatzkräfte mit Body Cams ausgestattet. 

Verschärftes Vorgehen gegen Sexualstraftaten

Dieses Jahr wird es voraussichtlich auch zu einer Häufung der festgestellten Delikte kommen. Der Hintergrund dafür ist die Einführung des § 184i StGB, dem Paragraphen für Sexuelle Belästigung.

Mit der Sexualstrafrechtsreform werden seit 2016 übrigens absolut alle Vergehen mit sexuellem Hintergrund, z.B. Beleidigung oder „Grapschen“ als definiert sexuelle Taten geahndet. 

Großveranstaltungen locken auch immer Taschendiebe an

In den letzten Jahren konnten die Diebstähle aber deutlich reduziert werden, weshalb das Sicherheitskonzept auch dieses Jahr fortgesetzt wird. 

Zur Bekämpfung des Taschendiebstahls werden zusätzlich zu den Münchner Fachleuten insgesamt 22 Spezialisten aus Berlin, Köln, Frankfurt, Hamburg, Schweiz, Österreich, Norwegen, Spanien, Ungarn und der Tschechischen Republik eingesetzt. 

Neben diesen Zivilfahndern werden auch wieder uniformierte Polizeibeamte aus Frankreich und aus Italien auf dem Oktoberfest im Einsatz sein.

Diese Regeln helfen gegen Taschendiebe

  • Verständigen Sie bei verdächtigen Wahrnehmungen die Polizei über den Notruf „110“ oder        Einsatz- bzw. Ordnungskräfte in Ihrer Nähe! 
  • Tragen Sie Ihre Wertsachen in verschiedenen verschlossenen Innentaschen am Körper! 
  • Verwahren Sie Geld- und Wertsachen - auch Handys - nicht in den Außentaschen! 
  • Behalten Sie Ihre Handtasche immer im Auge! 
  • Legen Sie Ihre Jacken nur im Sichtbereich und am besten mit Absprachen mit Ihren                   Sitznachbar ab

Kommunaler Außendienst während der Wiesn

Auch der KAD ist zwischen Hauptbahnhof, Hackerbrücke und in der gesamten Wiesn Umgebung im Einsatz. Sie sollen den Besucher bei Fragen helfen, können bei Ordnungswidrigkeiten einspringen und sollen besonders Wiesnbesucher davon abhalten sich selbst zu gefährden. 

Kontrolle der Wiesnzelte

Kreisverwaltungsreferent Dr. Thomas Böhle: „Das KVR führt während dem Oktoberfest Hygene Kontrollen in den Festzelten durch, sowie auch im besonderen „Einschankkontrollen für die Maß.“

Dabei müssen mindestens vier Minuten zwischen Einschänken und Messen vergangen sein und die Messtoleranz gilt bis 15 Millimeter unter dem Eichstrich. Das entspricht circa einer Daumenbreite. 

Neue Regelungen für E-Scooter

Es wurde auch ein neuartiges Sicherheitskonzept für die neu eingeführten E-Roller erarbeitet. Für diese gelten spezielle Regeln, wie zum Beispiel eine Speerzone (Hallo berichtete).

„Viele sehen die E-Scooter als Spielzeug“, so Kreisverwaltungsreferent Dr. Böhle. Es gelten jedoch die gleichen Regeln, wie für alle Kraftfahrzeuge.

Quelle: KVR, Polizeipräsidium München/jh

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