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Laimer Schlössl: Wie es derzeit um die Pläne zum Umbau des Denkmals steht 

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Von: Daniela Borsutzky

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Das Laimer Schlössl an der Agnes-Bernauer-Straße 112 und sein Garten stehen unter Denkmalschutz. Der Eigentümer will nach dem Umbau Wohnungen vermieten.
Das Laimer Schlössl an der Agnes-Bernauer-Straße 112 und sein Garten stehen unter Denkmalschutz. Der Eigentümer will nach dem Umbau Wohnungen vermieten. © Louisa Lettow

Das Laimer Schlössl soll in Zukunft Wohnungen beherbergen. Fünf Wohneinheiten, ein Büro und sechs Autostellplätze seien geplant. Bis Ende des Jahres soll alles klar sein.

LAIM Das Ebenböckhaus in Pasing, die Seidlvilla in Schwabing oder die Mohr-Villa in Freimann: Sie sind wunderbare Vorbilder für geschichtsträchtige Gebäude, in denen heute Stadtteilkultur stattfindet. Inspiriert davon war eine Viertelbewohnerin für die künftige Nutzung des Laimer Schlössls. Bei der Bürgerversammlung beantragte die Laimerin, dass die Stadt das Schlössl kaufen und einer Nutzung für Bildung und Kultur zuführen solle. Doch daraus wird vermutlich nichts, wie sich Hallo hat bestätigen lassen. Stattdessen sind Wohnungen vorgesehen.

„Der Antrag ist in der Stadtverwaltung eingegangen und wird nun geprüft“, sagt Maren Kowitz vom Kommunalreferat. Grundsätzlich sei dafür zunächst ein städtischer Bedarf für eine kulturelle Einrichtung im Laimer Schlössl mit dem Kulturreferat als Nutzer und gegebenenfalls dem Stadtrat zu erörtern. „Ergebnisabhängig könnte in Ankaufsverhandlungen eingetreten werden, sollte der Eigentümer verkaufsbereit sein.“

Einst gehörte das Schlössl bayerischen Kurfürsten und ihren adeligen Damen, unter anderem Agnes Bernauer, nach der auch die dortige Straße benannt ist. Zuletzt war es mehr als 60 Jahre lang in Besitz der Familie Leuthenmayr, 2018 wurde es an eine Privatperson verkauft. Seitdem sorgt sich die Laimer Bevölkerung um die Zukunft des Schlössls, das samt Garten unter Denkmalschutz steht.

Zukunft des Laimer Schlössls: Gebäude soll saniert werden und Wohnungen beherbergen

Der Lokalbaukommission (LKB) liegt für die Agnes-Bernauer-Straße 112 seit Ende Mai ein Bauantrag zu „Umbau und Sanierung eines denkmalgeschützen Wohngebäudes mit sechs Stellplätzen“ vor, erklärt Thorsten Vogel vom Planungsreferat. Dabei handele es sich um einen Änderungsantrag zu dem noch offenen aus dem Jahr 2019.

Damals waren sechs Wohnungen vorgesehen – nun sind es fünf und ein Büro. Von dem Bau einer Garage – diesen hatte der Bezirksausschuss in der Vergangenheit scharf kritisiert – werde abgesehen: „Es sind nun drei Stellplätze in einem neu zu errichtenden Carport sowie drei offene Stellplätze vorgesehen.“ Geschützte Bäume sollen nicht gefällt werden.

Der heutige Eigentümer, ein Münchner Unternehmer, will seinen Namen nicht in der Zeitung lesen. Vertreten wird er durch die „Eventus Gesellschaft für Finanz- und Unternehmensberatung“ mit Sitz an der Arabellastraße. Diese bestätigt auf Hallo-Nachfrage, dass der Eigentümer nicht vorhabe, das Schlössl zu verkaufen. Selbst darin leben werde er allerdings auch nicht, die Wohnungen sollen vermietet werden. Man hoffe, dass bis Jahresende alles geklärt sei, dann könne man mehr verraten.

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