Standort am Sinti-Roma-Platz gilt als unwahrscheinlich

Ist hier kein Platz für ein Denkmal?

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Obwohl es bereits einen vermeintlich prädestinierten Sinti-Roma-Platz im Westend gibt, kommt dieser vermutlich nicht als Standort für das Denkmal in Frage.

Westend – Der Stadtrat befasst sich mit der Geschichte und Verfolgung der Münchner Sinti und Roma – Dass es ein Denkmal geben soll, gilt als wahrscheinlich – Doch es gibt Diskussionsbedarf beim Standort

Ein Denkmal zur Erinnerung an die Geschichte und Verfolgung der Sinti und Roma in München – das wünschen sich vor allem der Bezirksausschuss (BA) Schwanthalerhöhe und die Stadtratsfraktion Grüne/Rosa Liste schon lange. Am Donnerstag, 28. Februar, wird das Projekt im Kulturausschuss des Stadtrats behandelt.

Aktuell scheint der Bau eines Denkmals an der Ettstraße wahrscheinlicher.

Geplant ist ein „partizipatives Kunstwerk zu Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma“ an einem zentralen Ort. Unter Teilhabe der Sinti und Roma solle prozesshaft eine Arbeit entstehen, die nicht nur ihre Geschichte, sondern auch ihrer Gegenwart und Bedeutung für das Leben in München Rechnung trägt, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Die Lokalpolitiker der Schwanthalerhöhe sind der Auffassung, dass der Sinti-Roma-Platz am südlichen Ende des Bavariaparks als Standort prädestiniert wäre. Doch in der Beschlussvorlage wird er als nicht geeignet angesehen, da er nicht zentral genug sei – sehr zum Bedauern der Lokalpolitiker. Daniel Günthör (Grüne) bemerkte, dass ein ein Standort in der Ettstraße wahrscheinlicher sei. 1899 wurde in der dortigen Polizeizentrale der erste „Nachrichtendienst für Sicherheitspolizei in Bezug auf Zigeuner“ gegründet. Außerdem wurden von dort Sinti und Roma in Konzentrationslager deportiert.

Als erster Schritt soll eine Jury berufen werden, die innerhalb eines Wettbewerbs geeignete Künstler ausmacht. Der ausgewählte Entwurf wird dann wieder dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Für den Wettbewerb und die Realisierung des Kunstwerks werden 230 000 Euro veranschlagt.

Daniela Borsutzky

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