Entsprechender Verkehrsversuch in Planung

Er fordert eine Radverbindung zwischen Westend und Innenstadt

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Andreas Eichlinger ist täglich mit dem Rad unterwegs.

Westend – Vom Westend in die Innenstadt: Auf der Bürgerversammlung forderte Andreas Eichlinger eine sichere Radwegverbindung für diese Route. Das Ergebnis: Das KVR startet Verkehrsversuch...

Vor zwölf Jahren stand Andreas Eichlinger schon einmal am Redepult der Bürgerversammlung Schwanthalerhöhe und trug denselben Antrag vor wie heuer: Er fordert eine „sinnvolle“ Radwegverbidung zwischen dem Westend und der Innenstadt. Vorzugsweise solle die Schwanthalerstraße beidseitig mit Fahrradwegen ausgestattet werden.

Seit 22 Jahren wohnt der 57-jährige Architekt im Viertel und ist täglich mit dem Rad unterwegs. „Zwei, drei Mal die Woche fahre ich über die Schwanthalerstraße in die Altstadt und muss mich dabei permanent aufregen. Die Autos fahren zu schnell, es wird in zweiter Reihe geparkt – für uns Fahrradfahrer ist es gefährlich“, beschwert sich Eichlinger. Sein Antrag wurde mehrheitlich angenommen – wie auch schon vor zwölf Jahren, dann nochmals nach fünf Jahren. „Aber ich wurde immer verströstet“, so Eichlinger.

Jetzt will die Stadt einen Verkehrsversuch starten: Auf der Schwanthalerstraße sollen zwischen Theresienhöhe und Paul-Heyse-Straße beidseitig Radfahrstreifen markiert werden. Johannes Mayer vom Kreisverwaltungsreferat (KVR) erklärt hierzu: „Für die Radfahrstreifen werden Schrägparkplätze in Längsparkplätze umgewandelt. Zur Freihaltung von Sicht- und Aufstellbereichen an den Kreuzungen müssen insgesamt rund 30 Parkplätze ganz entfallen.“ Im Mai soll dem Stadtrat die finale Beschlussfassung vorgelegt werden. Stimmt dieser zu, kann im drittel Quartal diesen Jahres die Umsetzung erfolgen.

Für Andreas Eichlinger ist das nicht genug: „Wir brauchen eine Verbindung bis zur Sonnenstraße, nicht nur zum Hauptbahnhof.“ Außerdem bezweifelt er, dass Markierungen auf der Straße anstelle von befestigten Fahrradwegen an dieser Stelle die Lösung seien: „Die Streifen werden vermutlich trotzdem vom Lieferverkehr zugeparkt werden.“ 

Er sieht KVR und Polizei in der Pflicht, in der Schwanthalerstraße stärker zu kontrollieren. Insgesamt wünscht er sich, dass die Stadt mehr versuchen soll, den motorisierten Verkehr aus der Stadt raus zu halten – auch aus Gründen der Feinstaubproblematik. Und Eichlinger hofft auf genügend Unterschriften bis zum Sommer, damit das Bürgerbegehren Radentscheid zum Bürgerentscheid wird.

„Sollten sich die Radfahrstreifen bewähren, besteht die Option auf eine Verlängerung bis zur Sonnenstraße“, so Mayer.

Daniela Borsutzky

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