Gedenktafel für Widerstandskämpfer

Er starb für seine Überzeugung

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In diesem Wohnhaus in der Geroltstraße 24 lebte einst der Widerstandskämpfer Josef Zott.

Westend – Er ist für seine Überzeugungen gestorben: Mit einer neuen Gedenktafel wird Josef Zott, Mitglied des monarchistischen Widerstandskreis, gedacht

In der Geroltstraße 24 wohnte einst der städtische Bauaufseher Josef Zott. Am Samstag, 26. Januar, wird um 15 Uhr an dieser Adresse eine Erinnerungstafel angebracht. 

Im Frühjahr letzten Jahres wurde an der Außenfassade der Grundschule an der Bergmannstraße eine Gedenktafel angebracht.

1935 schloss sich Zott dem monarchistischen Widerstandskreis an, der später als Harnier-Kreis bekannt wurde. In Zotts Wohnung im ersten Stock fanden heimliche Treffen statt. Zott wollte aktiv das nationalsozialistische Regime bekämpfen. Er strebte eine Monarchie an, die sich auf die Zustimmung der Arbeiter stützen und diesen sozialpolitische Rechte zugestehen sollte. 

Seine Aktionen wurden von Gestapo-Spitzeln beobachtet und gemeldet. Ab dem 4. August 1939 verhaftete die Gestapo innerhalb von zwei Wochen 125 Personen des Harnier-Kreises. Zott wurde im Oktober 1944 vom Volksgericht in Berlin zum Tode verurteilt und am 15. Januar 1945 enthauptet. Seine Urne wurde auf dem Münchner Westfriedhof beigesetzt.

dbo

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