Hoffnung für die linken Gruppen?

Rot jetzt pro Rote Fahne

Die Hanne-Hiob-Ausstellung im Sommer 2019. Ob es auch künftig das Haus mit der Roten Fahne geben wird, ist noch fraglich.
+
Die Hanne-Hiob-Ausstellung im Sommer 2019. Ob es auch künftig das Haus mit der Roten Fahne geben wird, ist noch fraglich.

Umdenken bei der Rathaus-SPD zugunsten eines Erhalts: Jetzt gibt es Hoffnung für das Haus mit der Roten Fahne an der Tulbeckstraße 4f im Münchner Westend 

  • Hoffnung für Haus mit der Roten Fahne
  • Umdenken bei der Stadtrats-SPD
  • Dringlichkeitsantrag zum Erhalt des Gebäudes

WESTEND Seit mehr als vier Jahrzehnten weht über der Tulbeckstraße 4f die Rote Fahne – seit mehr als drei Jahren wird gestritten, ob sie dort auch in Zukunft bleiben soll. Kurz: Die linken Gruppen sollen raus, ehemals obdachlose Frauen rein (Hallo berichtete). 

München-Westend: Umdenken bei der SPD im Rathaus statt bisheriger schwarz-roter Blockade

Unter anderem der BA, allen voran seine Vorsitzende Sibylle Stöhr (Grüne), setzte sich für den Erhalt des Gebäudes in seiner jetzigen Form ein, blitzte jedoch an der bisherigen schwarz-roten Rathaus-Mehrheit ab. Jetzt gibt es eine neue Hoffnung – denn bei der Stadtrats-SPD kam es zu einem Umdenken. 

Dringlichkeitsantrag mit Ziel eines dauerhaften Erhalts

Die GWG fungiert als Verwalterin des städtischen Gebäudes und hatte dem dort angesiedelten Verlag „Das freie Buch“ Ende 2016 gekündigt, es folgte die Räumungsklage. In einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag fordern Grüne/Rosa Liste und SPD/Volt den Oberbürgermeister jetzt auf, „die Geschäftsführung der GWG anzuweisen, mit den aktuellen Mietern des Anwesens Tulbeckstraße 4f eine einvernehmliche Lösung zu erreichen“. Das Ziel: „Den dauerhaften Erhalt dieses historisch-kulturellen Zentrums der Stadtteil- und Arbeiterkultur sicherzustellen“. Hingegen solle die „inhaltlich sinnvolle Nutzung für wohnungslose Frauen mit mehr Wohneinheiten an anderer Stelle umgesetzt werden“. 

"Chance" für SPD mit neuem Koalitionspartner

Neu-Stadträtin Barbara Likus (SPD) will nicht von einem Meinungswandel der Sozialdemokraten sprechen, sondern gibt offen zu, dass man als damaliger Kooperationspartner der CSU halt „mitgestimmt habe, wie es sich gehört.“ Jetzt aber habe man „die Chance, die ohnehin vorhandene Gesinnung zu zeigen.“ 

Räumungsklage: Termin für Gerichtsverhandlung im Juli

Ursprünglich sollte der Antrag im Planungsausschuss diese Woche behandelt werden. Jetzt wurde er auf die Vollversammlung am 17. Juni verschoben. „Wir haben ihn sehr kurzfristig gestellt. Die Verwaltung braucht etwas Zeit, um eine Beschlussvorlage zu erarbeiten“, erklärt Viertel-Chefin Stöhr, die mittlerweile ebenfalls im Stadtrat sitzt. Als Termin für die nächste Gerichtsverhandlung sei derzeit der 20. Juli anberaumt. dbo

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Unfall auf A96 Richtung München - Feuerwehr sperrt Autobahn
Unfall auf A96 Richtung München - Feuerwehr sperrt Autobahn
Westend: Architekt will Parkplatz unter Donnersbergerbrücke in Skatepark umwandeln
Westend: Architekt will Parkplatz unter Donnersbergerbrücke in Skatepark umwandeln
Kündigung der „Büchergalerie“: Lenkt die Kirche nun doch ein?
Kündigung der „Büchergalerie“: Lenkt die Kirche nun doch ein?
Ein Lifting für Bayerns Allegorien: Ruhmeshalle auf der Theresienwiese wird restauriert
Ein Lifting für Bayerns Allegorien: Ruhmeshalle auf der Theresienwiese wird restauriert

Kommentare