Aufwertung der "anonymen Ecke"

Westend: Architekt will Parkplatz unter Donnersbergerbrücke in Skatepark umwandeln

So könnte der Skatepark unter der Donnersbergerbrücke aussehen.
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So könnte der Skatepark unter der Donnersbergerbrücke aussehen.

Statt parkender Autos soll es künftig ein Miteinander unter der Donnerbergerbrücke geben: Architekt aus dem Westend plant einen Skatepark mit Grünlandschaft

  • Parkplatz unter Donnersbergerbrücke soll zur urbanen Sportstätte werden
  • Architekt aus dem Westend plant Skatepark
  • Lokalpolitiker stimmen der Idee grundsätzlich zu

WESTEND Etwa 1000 Quadratmeter ist das Areal unter der Donnersbergerbrücke groß. 1000 Quadratmeter, die als Abstellfläche für Autos genutzt werden, die oft schon unter einer dicken Staubschicht verschwinden. Flavio Cucina ist einer von vielen Bewohnern aus dem Westend, den das stört, der der Meinung ist, man könnte aus der Fläche mehr machen.

München-Westend: Architekt schlägt Skatepark statt Parkplatz unter Donnersbergerbrücke vor

 Und weil Cucina zudem Architekt ist, hat er einen „Projektvorschlag zur Requalifizierung eines Areals unter der Donnersbergerbrücke“ erarbeitet und im Bezirksausschuss Schwanthalerhöhe vorgestellt. 

Noch ist es unter der Donnerbergerbrücke grau in grau.

Von "schmutziger Ecke" zum Freizeitpark

Seit zehn Jahren wohnt Cucina im Westend, jeden Tag durchquert er das betreffende Gelände: „Es ist eine dunkle, anonyme, schmutzige Ecke“, sagt der Architekt. Seine Idee: „Der Bereich soll ein neuerFreizeitpark werden für unsere Jugend und die Nachbarschaft und zugleich ein Ort, der zukunftsorientierteElektrofahrzeuge fördert.“ 

Architekt Flavio Cucina aus dem Westend.

Skatepark, E-Mobilität und Grünlandschaft unter dem Dach der Brücke

Der Skatepark, dem die Brücke als Dach dient, soll ganzjährig nutzbar sein. Parkmöglichkeiten und Docking-Stationen für kleinelektrische Fahrzeuge werden in eine immerzu wachsende Grünlandschaft integriert. „Beispielsweise Hydrokulturpflanzen, die mit ökologischem und recyceltem Material verkleidet werden, sorgen für bessere Luft“, erklärte Silvia Gonzales, vom Verein Green City, die zur Unterstützung mit zur BA-Sitzung gekommen war. 

Kletterpflanzen wie Hopfen verschönern die Fassade

Cucina könne sich Kletterpflanzen an der Fassade vorstellen, besonders Hopfen: „Wir haben die Wiesn im Viertel und das Augustiner Bräu – also warum nicht Hopfen unter der Donnersbergerbrücke.“ Ein neues Beleuchtungskonzept soll außerdem für ein moderneres Ambiente sorgen. 

Von der Donnersbergerbrücke an der Kreuzung Landsberger-/Trappentreustraße soll künftig Hopfen hängen.

BA steht der Idee grundsätzlich positiv gegenüber

Die Lokalpolitiker waren von der Idee, die Fläche aufzuwerten, grundsätzlich angetan. Doch ob ein Skatepark die beste Art der Nutzung wäre, wurde skeptisch gesehen. Anja Kaiser von den Grünen bezweifelte, dass sich die Luftqualität an dieser Ecke in den nächsten Jahren trotz wachsender Elektromobilität wesentlich verbessern wird. Stadträtin Ulrike Boesser (SPD) sprach sich dafür aus, dass man die Nutzung noch offen halten solle. 

Machbarkeitsstudie wird in Auftrag gegeben

Letztendlich einigte sich der BA aber doch darauf, die Realisierung dieses konkreten Vorschlags von der Verwaltung prüfen zu lassen.

dbo

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