Das „MK2“-Gelände soll ab 2022 bebaut werden

Von der Brache zur Bildungsstätte

+
Momentan teilen sich Mittelschule und Carl-von-Linde Realschule die Räumlichkeiten an der Ridlerstraße. Künftig sollen die Mittelschüler in den Neubau auf der Brachfläche zwischen Max-Hirschberg-Weg und Bahntrasse einziehen.

Westend – Es ist ein Schandfleck im Viertel: Auf dem Gelände „MK2“ soll jetzt eine Schule entstehen, außerdem Wohnungen und Verwaltungseinrichtungen

Um die Raumprobleme der Ridlerschule und der Carl-von-Linde Realschule zu lösen, soll auf der Fläche „MK2“ an der Ganghoferstraße eine Schule realisiert werden. In der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Schwanthalerhöhe stellte Matthias Beck vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung das Vorhaben vor.

„Noch gibt es keinen Projektauftrag, wir reden von den Ergebnissen einer Machbarkeitsstudie“, nahm Beck vorneweg. Auf dem 7272 Quadratmeter großen Areal sei Platz für eine vierzügige Schule mit einer übereinanderliegenden Zweifach-Sporthalle. Die vier Geschosse des Neubaus sollen außerdem als Lärmschutz für die dahinterliegende Wohnbebauung dienen. Der Bebauungsplan müsse voraussichtlich nicht geändert werden. 21 000 Quadratmeter Geschossfläche wären demnach zulässig. Rund 30 Prozent davon sollen für Verwaltungseinrichtungen des Pädagogischen Instituts reserviert werden, weitere zehn Prozent für Dienstwohnungen.

Es sei vorgesehen, den Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung noch im Laufe des ersten Quartals 2019 mit der Beschlussvorlage zu befassen. Außerdem soll die neue Mittelschule ins dritte Schulbauprogramm aufgenommen werden. Dieses könnte noch vor der Sommerpause verabschiedet werden, verkündete Beck. Baubeginn sei ab 2022 möglich, eine Inbetriebnahme ab 2024.

Daniela Borsutzky

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Der Verein „Rad und Tat“ wollte das freie Gelände „MK2“  im Westend als Wagenburg zwischennutzen, um auf die Wohnungsnot in der Stadt aufmerksam zu machen.

  • Im Februar 2018 wurde der Verein „Rad und Tat“ beim Bezirksausschuss (BA) Schwanthalerhöhe vorstellig und präsentierte den Lokalpolitikern sein Vorhaben – eine Wagenburg als Zwischennutzung auf dem brachen Gelände „MK2“ an der Ganghoferstraße (Hallo berichtete).
  • Zwar konnte der Verein das Gremium überzeugen, die Antwort der Stadt ließ aber vergeblich auf sich warten.  „Rad und Tat“ versuchte deswegen, mit verschiedenen Aktionen rund um das geplante Vorhaben, auf sich aufmerksam zu machen (Hallo berichtete).
  • Vergangene Woche erteilte die Stadt dem Verein schließlich eine Absage (Hallo berichtete).

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Er ist Haderns tüchtigster Osterhase
Er ist Haderns tüchtigster Osterhase
„Lebensplätze für Frauen“: Soziales Projekt spaltet den Bezirksausschuss
„Lebensplätze für Frauen“: Soziales Projekt spaltet den Bezirksausschuss
Zweckentfremdung: Privatwohnungen auf booking.com aufgetaucht – Kampfansage des BA
Zweckentfremdung: Privatwohnungen auf booking.com aufgetaucht – Kampfansage des BA
Er fordert eine Radverbindung zwischen Westend und Innenstadt
Er fordert eine Radverbindung zwischen Westend und Innenstadt

Kommentare