Sauber an Realität vorbei geplant?

„Verdreckte, verschmierte und defekte Container“ ‒ Ärger über Münchner Wertstoffinseln ist groß

Der AWM setzt weiter auf Wertstoffinseln. Zum Ärger vieler Bürger, die täglich auf verdreckte Tonnen blicken.
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Der AWM setzt weiter auf Wertstoffinseln. Zum Ärger vieler Bürger, die täglich auf verdreckte Tonnen blicken.

Eine Anwohnerin in Sendling-Westpark ärgert sich über die Wertstoffinseln. Ein konkreter Anlass sind die Container, die sich zuvor am Pfrontener Platz befanden.

„Während sich Frau Frank werbewirksam und stolz vor blitzblanke Müllcontainer stellt und ihr Abfallkonzept lobhudelt, blicken wir auf völlig verdreckte, verschmierte und teilweise defekte Container“, ärgert sich Angelika Greger aus Sendling-Westpark.

„Ich werde morgens mit Fuck begrüßt, wenn ich zur Arbeit fahre. Das steht seit neuestem auf einem der Container.“

Angelika Greger muss täglich auf verdreckte Tonnen blicken.

Über die Nachricht, dass die Verträge der AWM wieder verlängert wurden (Hallo berichtete), ist Greger erbost. Sie fordert „ein sofortiges Umdenken und Handeln. Ihrer Meinung nach könne man „das Problem nicht allein auf die Firmen Wittmann und Remondis abwälzen“. Das Abfallkonzept gehöre komplett neu konzipiert.

Ärger um Wertstoffinseln in München

Ein konkreter Anlass für Gregers Missmut befindet sich seit Mitte August vor ihrer Haustüre: Eine Wertstoffinsel, die sich zuvor am Pfrontener Platz befand, wurde an die Schochenbergstraße verlegt. Greger habe gehört, dass sich die Anwohner am ursprünglichen Standort „gestört fühlten“.

Greger fühlt sich ebenfalls gestört. Davon abgesehen, findet sie den neuen Standpunkt ungeeignet: „Offenbar ist die Schochenbergstraße für Lkw zu eng. Der Fahrer muss nach der Entleerung rückwärts aus der Straße rangieren. Das ist sehr laut und gefährlich.“

Außerdem sind die Öffnungen der Container nur von einer Seite zugänglich – die Rückseiten sind dem wild bewachsenen Hang zugewandt. „Ich habe ältere Menschen beobachtet, wie sie auf die Rückseite mussten, weil die Öffnungen vorne dicht waren. Was, wenn jemand stürzt? Gerade jetzt, wenn es rutschig und dunkel ist.“

Greger will jetzt eine erneute Verlegung der Container beantragen.

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