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Mit dem Seniorenbeirat durch Sendling-Westpark ‒ Werner Wolf hat klare Visionen fürs Viertel

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Von: Daniela Borsutzky

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Älterer Herr lehnt an eine rote Backsteinmauer
Werner Wolf vom Seniorenbeirat aus Sendling-Westpark fordert einen öffentlichen Treffpunkt am Luise-Kiesselbach-Platz – mit Toilette. © Daniela Borsutzky

Die Stadt München hat eine neue Seniorenvertretung. In einer Serie stellen wir die Beiräte in den jeweiligen Vierteln vor. Im vierten Teil geht es mit Werner Wolf durch Sendling-Westpark.

Knapp 30 Jahre lang hatte ein Motorradclub sein Vereinsheim in dem kleinen Backsteinhäuschen auf dem Luise-Kiesselbach-Platz. Vor etwa einem Jahr sind die Biker Pandemie-bedingt ausgezogen, anschließend schrieb das Kommunalreferat die städtische Immobilie als Kiosk zur Miete aus.

Jetzt könnte auf diesem zentralen Platz ein Wunsch von Werner Wolf, Seniorenbeirat aus Sendling-Westpark, bald wahr werden: ein Treffpunkt mit Toilette – auch für ältere Viertelbewohner.

Sendling-Westpark: Seniorenbeirat fordert einen öffentlichen Treffpunkt mit Toilette

„Dass es zu wenig öffentliche Toiletten gibt, ist ein stadtweites Problem“, sagt Wolf. Doch gerade auf dem Luise-Kiesselbach-Platz hält er ein Klo für besonders nötig: „Dorthin kommen die Senioren vom gegenüberliegenden Altenheim St. Josef, die Jugendlichen von der unweit gelegenen Stiftung ICP und bald wird hier auch noch ein Spielplatz gebaut.“

Außerdem: „Wenn hier die Menschen zusammenkommen, sei es beim Maifest oder dem Weihnachtsmarkt, dann freuen sich alle. Ein regelmäßiger Treffpunkt, wie ein Kiosk oder Café, wäre daher toll“, findet der 73-Jährige.

Die Chancen stehen gut: Auf Hallo-Nachfrage bestätigt Maren Kowitz vom Kommunalreferat, dass das Auswahlverfahren kurz vor dem Abschluss stehe. Da bisher kein Vertrag unterschrieben ist, könne man aber noch nicht mehr verraten.

Werner Wolf über piepende Feuermelder und radelnde Raser

Der klassische Treffpunkt für Senioren ist das Alten- und Servicezentrum an der Garmischer Straße. Dort, aber auch in den anderen ASZ der Stadt, ist Wolf als Sicherheitsberater tätig. Die zunehmende Vielfalt an Betrugsmaschen bereitet ihm große Sorgen und er rät gerade älteren Menschen, Informationsangebote in den Einrichtungen wahrzunehmen.

Weil der Seniorenbeirat 40 Jahre als Einsatzleiter bei der Berufsfeuerwehr tätig war, hält Wolf nun Vorträge zum Thema Brandschutz.

„Viele Menschen sind verunsichert, vor allem was mögliche Kosten angeht. Sie trauen sich dann nicht, bei einem piependen Rauchmelder den Notruf zu wählen – denn was wäre, wenn nur die Batterie leer ist und die Feuerwehr umsonst anrückt?“ Fragen wie diese beantwortet er bei seinem nächsten Vortrag am Donnerstag, 22. Dezember, um 14.30 Uhr im ASZ Westpark.

Wofür der Seniorenbeirat noch keine Lösung gefunden hat, sind die „Radl-Raser“. Besonders im Westpark müsse man sich vor ihnen in Acht nehmen, sagt Wolf und ärgert sich: „Es kann doch nicht sein, dass eine Mutter in einem Park ihr Kind nicht von der Hand lassen kann, weil es sonst umgefahren wird.“

Senioren im 7. Bezirk

267 692 Münchner sind älter als 65 Jahre (Stand 31.12.2021), das entspricht 17,1 Prozent der Bevölkerung. Etwas mehr Ü65-Jährige leben in Sendling-Westpark, nämlich 10 775, was 17,8 Prozent der Viertelbewohner entspricht. Im 7. Stadtbezirk wohnen 60 540 Menschen.

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