„Sesam öffne dich!“

Sinneswandel bei der GWG: Kommt jetzt doch Hilfe für die Bewohner?

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Die schwere Eingangstüre an der Alpspitzstraße 9 können viele Bewohner nur mit fremder Hilfe öffnen. Ab Mai gibt es vorraussichtlich Erleichterung: Die Türe wird elektrisch umgerüstet.

Sendling-Westpark – Seit langem fordern die Bewohner der Alpspitzstraße 9 eine elektrische Türe. Die sei laut GWG zu teuer – zumindest bis jetzt...

Die meisten Bewohner der Alpspitzstraße 9 sind körperlich eingeschränkt. Die schwere Eingangstüre können viele nur mit fremder Hilfe öffnen (Hallo berichtete). Bewohner Albert Rannetsberger sitzt im Rollstuhl. 2016 hatte er in dem 56-Parteien-Haus eine Unterschriftenaktion gestartet. Zu diesem Zeitpunkt benutzten 39 Bewohner einen Rollator. Jetzt können sie auf Erleichterung hoffen: Die GWG hat eine elektrische Türe genehmigt.

Die meisten Bewohner der Alpspitzstraße 9 sind körperlich eingeschränkt. Die schwere Eingangstüre können viele nur mit fremder Hilfe öffnen. Deswegen wendeten sie sich bereits im letzten Jahr an Hallo.

Der Weg dorthin war beschwerlich. Regelmäßig gab es Kontakt mit der GWG, doch von deren Seite hieß es immer, dass kein Geld für eine Umrüstung vorhanden sei, bestätigt Gabriele Pichler. Weil deren Mutter lange an dieser Adresse lebte, kennt Pichler die Probleme der Bewohner und machte sich für diese stark. Bei der Bürgerversammlung im vergangenen Herbst stellte sie einen Antrag auf eine elektrische Türe. Zu diesem Zeitpunkt beharrte die GWG noch darauf, dass eine Umrüstung „aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar“ sei. Außerdem hätten die Bewohner auch gar keinen Anspruch darauf, da sich in dem Gebäude keine ausgewiesenen behindertengerechten Wohnungen befinden.

Jetzt der Sinneswandel: „Der hohe Anteil an Bewohnern, die das 65. Lebensjahr vollendet haben beziehungsweise die körperlich stark beeinträchtigt sind, rechtfertigt nach erneuter Prüfung den Einbau der elektrischen Tür“, erklärt Michael Schmitt, Sprecher der GWG, auf Hallo-Nachfrage. Voraussichtlich im Mai werde das Türelement komplett erneuert: „Die Bedienung erfolgt innen durch einen Taster und außen durch eine an der Wand angebrachte Zylinderschließung“, erklärt Schmitt. Allerdings, betont Schmitt, könne hier von keinem Präzedenzfall die Rede sein. „Wir gehen immer in die Einzelfallprüfung.“

Pichler ist über die Nachricht und somit ihren Einsatz, der sich jetzt auszahlt, sehr erfreut: „Es geht schließlich um die Menschen, dass ihnen geholfen wird. Das ist das Wichtigste.“

Daniela Borsutzky

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