Temporärer Treff?

Entsteht hier ein (Interims)-Treff? - Kinder- und Jugendarbeit: Wie es um mögliche Standorte im Viertel steht

Standort für einen Jugendtreff? Der Grünstreifen zwischen Garmischer, Bernrieder und Kohlgruber Straße.
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Standort für einen Jugendtreff? Der Grünstreifen zwischen Garmischer, Bernrieder und Kohlgruber Straße.

Der Bedarf für einen Ausbau der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Sendling-Westpark ist gegeben. Aber bis neue Treffpunkte entstehen, wird es noch dauern. Lokalpolitiker fordern daher einen Interimstreff. Wie die Chancen stehen...

Sendling-Westpark - Sich ungestört mit Freunden treffen, Musik hören, Stress in der Schule oder Familie besprechen, gemeinsam kickern oder malen: Für viele Jugendliche ist das zuhause nicht möglich. Der Bedarf für einen Jugend-Treff im Stadtbezirk Sendling-Westpark ist laut Sozialreferat eindeutig belegt.

Doch bis ein solcher Ort tatsächlich errichtet wird, werden noch Jahre vergehen. Daher fordert der BA nun eine Interimslösung. Auf Antrag der Grünen-Fraktion soll eine mittelfristige Zwischennutzung für Jugendliche auf die Beine gestellt werden – beispielsweise auf dem Flurstück zwischen Garmischer, Bernrieder und Kohlgruber Straße (Foto oben).

Für die Örtlichkeit gebe es derzeit keine konkurrierenden Nutzungen, daher soll mit einer Umsetzung unverzüglich begonnen werden. Im Mai hatte der Stadtrat grünes Licht für je einen Jugendtreff im nördlichen sowie im südlichen Teil des Viertels gegeben. Wann diese realisiert werden, ist jedoch offen.

„Gutes Signal an unsere Jugendlichen, dass sie nicht vergessen werden“

Das Angebot im Norden soll ausgebaut, ein Angebot im Süden aufgebaut werden. Sozial- und Planungsreferat prüfen derzeit drei Standorte – nach dem Grünen-Antrag soll dies „zügig“ geschehen. Ziel des BA ist ein temporärer Treffpunkt mit Außenbereich.

Alternative, schnell zu realisierende Möglichkeiten – wie beispielsweise Schulcontainer in Modul-Bauweise – sollen berücksichtigt werden. „In einem Jahr könnte so ein Treff bereits betriebsbereit sein“, vermutet Maria Hemmerlein. „Es wäre ein gutes Signal an unsere Jugendlichen, dass sie nicht vergessen werden, wenn nach all diesen Begrenzungen ein konkreter Realisierungszeitraum für den Jugendtreff in Aussicht gestellt würde.“

Einer der Standorte befindet sich an der Zillertalstraße. Anvisiert wird hierfür die Wache der Freiwilligen Feuerwehr – falls diese künftig an die Garmischer Straße zieht.

Maren Kowitz, Sprecherin des Kommunalreferats, erklärt auf Hallo Nachfrage: „Der Neubau ist wegen coronabedingter Einsparmaßnahmen verschoben worden und damit steht das Grundstück bis auf weiteres nicht zur Verfügung.“

Ein weiterer Standort befindet sich südlich des Luise-Kiesselbach-Platzes:

Ein ebenfalls städtisches Flurstück, das an die Pilsenseestraße2 bis4angrenzt. Die Entwicklung des Areals werde derzeit vom Planungsreferat in Zusammenarbeit mit Privatinvestoren geprüft.

Laut Thorsten Vogel, Sprecher des Planungsreferats, dauere dies noch an. Eine Zeitschiene zur Errichtung eines Jugendtreffs an diesem Standort könne daher noch nicht benannt werden.

Die favorisierte Interimslösung:

Bei Standort Nummer drei handelt es sich um das Flurstück an der Garmischer Straße, welches vom BA auch für eine Interimslösung favorisiert wird.

Allerdings weist das Grundstück laut Beschlussvorlage „diverse planerische Herausforderungen auf, die eine Bebauung erschweren.“ Beispielsweise verläuft dort ein Entwässerungskanal, der weder um noch überbaut werden kann. Es soll als Entwicklungsfläche vorgehalten werden, bis ein Gesamtkonzept vorliegt – was ebenfalls noch dauern kann.

Eine dortige Interimslösung wird vom Sozialreferat als positiv bewertet. „Die mögliche Errichtung einer Interimsjugendfreizeitstätte an diesem Standort wird derzeit vom Kommunalreferat in Zusammenarbeit mit dem Sozialreferat geprüft. Ein abschließendes Ergebnis liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor“, sagt Maren Kowitz.

Einrichtungen m Viertel 

Bislang gibt es in Sendling-Westpark zwei Einrichtungen der offenen Kinderund Jugendarbeit, die vom Sozialreferat bezuschusst werden: Das Mehrgenerationenhaus Dschungelpalast, Hansastraße 41, sowie das TATZ, Hinterbärenbadstraße 20a. 

dbo

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