Container auf Sportplatz?

Deshalb sorgt die Schulsanierung an der Fürstenrieder Straße für dicke Luft

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Die Schüler des Erasmus-Grasser-Gymnasiums (links) und des Ludwigsgymnasiums (hinten) müssen während der Sanierungsphase auf Container ausweichen.

Sendling-Westpark – Leichtathletik, Sportunterricht im Freien... Obwohl das Erasmus-Grasser-Gymnasium noch im Januar mit diesen Vorzügen geworben hat, könnten Sie für bestimmte Zeit Geschichte sein

An der Fürstenrieder Straße befindet sich das Erasmus-Grasser-Gymnasium. Dahinter liegt das Ludwigsgymnasium. Während der gemeinsame Erweiterungsbau saniert wird, soll ein Teil des Sportplatzes eingebüßt werden. Damit sind vor allem die Eltern des Ludwigsgymnasiums nicht einverstanden und haben jetzt einen Brandbrief an die Stadtschulrätin verfasst.

Die dreijährige Sanierung verläuft in drei Etappen. „Im Erweiterungsbau nutzt das Ludwigsgymnasium nur zwei Räume. Das heißt, es dient vor allem dem Erasmus-Grasser-Gymnasium“, erklärt Lore Heinrich Exner, Schulleiterin des Ludwigsgymnasiums. Damit der Schulbetrieb am Erasmus-Grasser-Gymnasium auch während der Bauarbeiten gesichert ist, werden die Schüler in Containern untergebracht – die wiederum auf dem Hartplatz des Ludwigsgymnasiums aufgestellt werden sollen. 

Noch bei der Neueinschreibung Ende Januar hatte die Schule mit seinem Leichtathletik-Schwerpunkt geworben. Durch die Aufstellung der Container können die Hoch- und Weitsprunganlagen, sowie die Tartanbahn nicht mehr genutzt werden. „Wir möchten, dass der Standort der Container noch einmal überdacht wird, da das Gelände sehr weitläufig und ein Abbruchgrundstück, nämlich das der Gehörlosenschule, in der Nähe ist“, sagt Heinrich-Exner.

Für Mittwoch, 3. April, ist ein Gespräch zwischen Elternbeiräten, Schulleitungen und Vertretern des Referats für Bildung und Sport anberaumt.

Daniela Borsutzky

Update: Stand 09. April 2019

Bei dem Gespräch zwischen Elternbeiräten, Schulleitung, Vertretern des Referats für Bildung und Sport sowie des Baureferats wurde ein Kompromiss gefunden. Die Schulleiterin des Ludwigsgymnasiums, Lore Heinrich-Exner, erklärt hierzu: „Alle konnten ihre Ansichten darlegen und es kam meines Erachtens ein guter Kompromiss heraus, von dem beide Schulen profitieren werden. 

In einem Brief an die Eltern teilte Heinrich-Exner jetzt mit: „Das Baureferat hat zugesichert, dass zu Beginn des nächsten Schuljahres dem Ludwigsgymnasium ein voll nutzbarer Sportplatz mit einer neuen, verkürzten Tartanbahn und einer verlegten Hochsprunganlage zur Verfügung stehen wird. Für weitere Bedarfe werden sich die beiden Gymnasien bei der Belegung absprechen, wie das schon in den vergangenen Jahren reibungslos geschehen ist.“ 

Außerdem wurde vereinbart, dass die neuen Container auch vom Ludwigsgymnasium genutzt werden können. Damit kann auch in dessen Räume die Brandschutzertüchtigung ab voraussichtlich Sommer 2020 erfolgen.

Daniela Borsutzky

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