Gegen das Sicherheitsrisiko

Dönerhaus: Wird das Gebäude jetzt eingezäunt?

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Barbara Likus und Christopher Melf fordern, dass das Dönerhaus auf Kosten des Eigentümers eingezäunt wird.

Schwanthalerhöhe – Ist dieser Antrag ein neuer Vorstoß um das leerstehende Gebäude an Schwanthalerstraße 119? Geht es nach Christopher Melf, soll das Haus komplett eingezäunt werden

Die Bewohner geben nicht auf und kämpfen weiter gegen den Leerstand im Viertel. Berühmtestes Objekt ist das sogenannte „Dönerhaus“ an der Schwanthalerstraße 119, das seit Jahren fleißig vor sich hingammelt (Hallo berichtete). Bei der Bürgerversammlung Schwanthalerhöhe wagte Christopher Melf einen neuen Vorstoß: Er forderte per Antrag, dass das Gebäude auf Kosten des Eigentümers komplett eingezäunt wird.

Ein Sicherheitsgerüst könnte die Verkehrssituation rund um das Dönerhaus lösen.

Die Begründung des 24-jährigen Ingenieurs, der täglich an dem maroden Haus vorbeiradelt und dabei „massives Gehupe und Gefluche“ beobachtet: Derzeit verläuft der Fußweg auf der Straße, wofür von selbiger ein Teil abgetrennt werden musste. „Die damit einhergehende Verengung der vielbefahrenen Schwanthalerstraße stellt ein vollkommen unnötiges Sicherheitsrisiko für alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fahrradfahrer, dar“, so Melf. 

Seiner Ansicht nach ließe sich diese „untragbare Situation“ durch das Aufstellen eines Sicherheitsgerüsts einfach lösen. Wie bei vielen anderen Baustellen auch, könnte der Fußweg unter dem Gerüst ohne Sicherheitsbedenken wieder genutzt werden – so wie beim gegenüberliegenden „Schnitzelhaus“.

Die Gehwegsperrung wurde Anfang des Jahres bis Januar 2020 verlängert, heißt es von Johannes Mayer aus dem Kreisverwaltungsreferat. Ingo Trömer vom Planungsreferat erklärt, dass derzeit geprüft werde, ob andere Maßnahmen, wie beispielsweise die Erstellung eines Schutzgerüstes auf dem Gehsteig, möglich wären. 

Für Melf und seine Mitstreiter wäre eine Einzäunung lediglich eine Minimallösung: „Nachdem die Enteignung nicht geklappt hat und auch sonst nichts voran geht, hat uns die Realität eingeholt. Wir haben ein bisschen resigniert.“

Daniela Borsutzky

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