Mehr Grün statt Asphalt im Kiez

Projekt „Umparken“: Bekommen die Anwohner der Schwanthalerhöhe für sechs Wochen mehr Begrünung?

Der BA will Umparken: Rund 80 Autos aus der Schießstättstraße sollen im Sommer temporär in die Tiefgarage vom Schwanthaler 
Forum verschwinden.
+
Der BA will Umparken: Rund 80 Autos aus der Schießstättstraße sollen im Sommer temporär in die Tiefgarage vom Schwanthaler Forum verschwinden.
  • Marie-Julie Hlawica
    vonMarie-Julie Hlawica
    schließen

Mehr Grün und weniger Grau wünscht man sich im Viertel. Um dies umzusetzen wurde das Projekt „Umparken“ ins Leben gerufen. Das ist die Idee dahinter.

Schwanthalerhöhe - Von der staubigen Asphaltmeile zur grünen Lunge im Kiez – diese Wandlung wünscht sich Sylvia Hladky für die Schießstättstraße.

Denn die Idee zum „Umparken“ ist so einfach, wie gut, sagt die Münchnerin: „Wenn wir den Anwohnern der Schwanthalerhöhe anbieten, ihre Fahrzeuge statt ewiger Parkplatzsuche direkt in der nahen Tiefgarage zu parken, hätten alle etwas davon.“

Wanderbäume, verschiedene Sitzinseln und bunte Blumen statt der Blechkarossen würden den Abschnitt zwischen Schwanthaler- und Gollierstraße aufwerten. Lars Samman, Centermanager des Schwanthaler Forums, hält das für realisierbar: „Auch wir wollen den Menschen Aufenthaltsqualität bieten, die wir so zusätzlich direkt vor dem Forum schaffen können.“

Der Center-Chef und Hladky, ehemalige Leiterin des Verkehrszentrums und jetzige ehrenamtliche Koordinatorin der Münchner Initiative Manufaktur Mobilität, haben Kontakte zum KVR, den Anwohnern und den zuständigen städtischen Referaten geknüpft.

Sylvia Hladky wünscht sich für die Schießstättstraße mehr Begrünung.

„80 Schrägparker in der Schießstättstraße müssten freigemacht werden, eine Kooperation mit einem Gartencenter für die Begrünung und natürlich die finanzielle Unterstützung des Projekts durch die Stadt ist unser Ziel“, sagt Hladky.

Der BA ist von der Kiez-Idee einstimmig begeistert. „Das würde das Viertel verschönern, alle würden davon profitieren“, sagt die Vorsitzende Sibylle Stöhr (Grüne).

Vom 1. August bis zum 12. September soll das Projekt umgesetzt werden. Vorbild ist, so Hladky, der Erfolg der Astallerstraße, die im letzten Jahr Sommerstraße im Viertel war. Zweiflern sagt sie, dass es „manchmal einen zweiten oder dritten Besuch braucht, um zu merken, wie schön es ist.“ Wenn das Projekt „Umparken“ gut angenommen würde, könnte man sogar über eine dauerhafte Änderung nachdenken.

Das Mobilitätsreferat hat die Umpark-Unterlagen schon erhalten. „Jetzt ist es nur die Frage, ob auch die Stadt mitspielt“, hofft Hladky.

mjh

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kommentare