Traditionsgeschäft macht dicht

 Das Ende einer Ära: „Nicos Naturkost“ im Westend öffnet an diesem Samstag zum letzten Mal seine Türen 

1992 wurde der Mietvertrag für „Nicos Naturkost“ laut Thomas Schimmel von der Wohngenossenschaft München-West unterzeichnet. Am Samstag, 13. Februar, macht der Laden zu.
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1992 wurde der Mietvertrag für „Nicos Naturkost“ laut Thomas Schimmel von der Wohngenossenschaft München-West unterzeichnet. Am Samstag, 13. Februar, macht der Laden zu.
  • Daniela Borsutzky
    vonDaniela Borsutzky
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Das Traditionsgeschäft „Nicos Naturkost“ schließt an diesem Samstag seine Türen für immer - der Abschied fällt vielen schwer. Was der Grund ist und was danach kommen könnte.

Frisches Obst und Gemüse, wechselnde Käseauswahl und – wenn man den Kommentaren in sozialen Medien glauben will – das vielleicht beste Brot im ganzen Westen: Nach gut 30 Jahren ist damit nun Schluss an der Kazmairstraße 38. „Nicos Naturkost“ schließt an diesem Samstagabend seine Türen für immer.

„Ruth und Nico werden eine große Lücke im Westend hinterlassen“, heißt es auf Facebook. Und ebenso brodelt dort die Gerüchteküche. Nachfolger wären bereits gefunden, doch könnten diese die Miete nicht stemmen, weswegen das Geschäft nicht weitergeführt werden kann. Fakt ist: Die beiden Betreiber gehen in den Ruhestand. In der Zeitung möchten sie aber nicht in Erscheinung treten, wie man gegenüber Hallo verlauten lässt.

„Nicos Naturkost“ schließt für immer - Was kommt danach?

Vermieter ist die Wohnungsgenossenschaft München-West. Sie unterhält laut Vorstand Thomas Schimmel rund 2500 Wohnungen sowie mehr als 70 kleinere Gewerbeeinheiten im Viertel. „Wir wollen eine gute Mischung und Qualität erhalten“, so Schimmel. Dass ein Betreiber in den Ruhestand gehe, sei „ein ganz normaler Prozess“, mit potenziellen Nachfolgern habe es keine Gespräche gegeben. „Wir nehmen sicher keine Marktmiete. Der Durchschnittspreis liegt bei uns bei zehn Euro pro Quadratmeter“, sagt Schimmel. Natürlich könnte man die freie Fläche schnellstmöglich wieder vermieten, jedoch wolle man gezielt auswählen.

BA-Chefin Sybille Stöhr ist ebenfalls traurig über das Ende des Geschäfts.

Auch Viertel-Chefin Sibylle Stöhr ist traurig über das Aus des Traditionsgeschäfts: „Es ist total schade. Ich wünsche mir, dass auch künftig wieder etwas Nachhaltiges für unser Viertel einzieht.“

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