Ein Mitmach-Fest für die Tomate

Münchens erstes Tomatenfestival –  Premiere auf dem Schneckenplatz

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Gärtner Siggi Fuchs (li.) und Veranstalter Jochen Gnauert planen das erste Münchner Tomatenfestival.

Gärtner Siggi Fuchs und Veranstalter Jochen Gnauert planen auf dem Schneckenplatz auf der Schwanthalerhöhe Münchens erstes Tomatenfestival. Was sich die beiden darunter vorstellen und was ihr Ziel ist...

Schwanthalerhöhe – Green Zebra, Valencia oder Ochsenherz: Es wird ein Schlaraffenland für Tomatenliebhaber, wenn am 15. August der Schneckenplatz auf der Schwanthalerhöhe zur Festivalfläche wird: 

Der Gärtner Siggi Fuchs und der Veranstalter Jochen Gnauert planen Münchens erstes Tomatenfestival. Vor etwa 20 Jahren hat Siggi Fuchs angefangen, Tomaten zu selektieren und zu erhalten. 

Mit der Zeit sei das Hobby ausgeufert. Heute baut Fuchs im Schnitt 50 Sorten pro Jahr an, zusätzlich zu dem weiteren Gemüse seiner solidarischen Landwirtschaft in Höhenkirchen. „Es gibt wohl über 10 000 Tomatensorten, so genau weiß das niemand“, sagt Fuchs. 

Der Schneckenplatz auf der Schwanthalerhöhe soll im August zur Festivalfläche werden.

Zusammen mit Jochen Gnauert, ebenfalls Tomatenfreund und Geschäftsführer des Veranstalters Kulturgipfel, will er jetzt den Münchnern die „riesige Bandbreite der Tomate offerieren.“ 

Denn: „Das, was wir aus Holland kriegen, ist nicht das, was man von einer Tomate erwartet“, sagt der Gärtner. Fuchs und Gnauert wünschen sich, dass sich bei ihrem nichtkommerziellen Festival im Sommer möglichst viele Münchner beteiligen. 

„Wir verstehen uns als Gastgeber und Möglichmacher“, sagt Gnauert. „Jeder, der Fantasie hat, darf sich an uns wenden.“ Neben einer Kulturbühne sollen Präsentationsstände aufgestellt werden, es wird Wettbewerbe zur größten oder schönsten Tomate geben, Kinder sollen lernen, wie man gesundes, zuckerfreies Ketchup selbst herstellen kann. 

Siggi Fuchs (li.) und Jochen Gnauert: „Wir verstehen uns als Gastgeber und Möglichmacher“, sagt Gnauert. „Jeder, der Fantasie hat, darf sich an uns wenden.“

Das Ziel der beiden Tomatenfreunde: 300 verschiedene Sorten präsentieren zu können. „Dabei sind wir natürlich auf die Bürger angewiesen“, sagt Gnauert (siehe unten). 

Überdies soll sich das Festival nach einer erfolgreichen Premiere zur Institution entwickeln: „Es gibt Städte, da kommen 15 000 Besucher zu so einem Fest“, sagt Gnauert, der sich für August auf keine Besucherzahl festlegen will. 

Eine deutliche Abgrenzung zur weltbekannten „Tomatina“, einem Fest in der spanischen Gemeinde Buñol, ist für Fuchs und Gnauert aber klar: „Die Tomate ist ein hohes Gut. Uns geht es um Schönheit und Vielfalt“ – während das Fest in Spanien eine Straßenschlacht ist, bei der sich (vor allem Touristen) mit überreifen Früchten bewerfen. 

(Hobby-)Gärtner gesucht:

Für das Festival werden noch Klein- und Hobbygärtner gesucht. Die Teilnahmebedingungen: Sie bauen eine seltene Tomatensorte mit samenfestem Saatgut an – und die Tomaten sollten bis zum 15. August erntereif sein. Wenn Sie Ihre Tomate beim Festival präsentieren möchten, schreiben Sie eine E-Mail an festival@kulturgipfel.de. Eine Übersicht mit bereits vergebenen Sorten gibt es unter www.kulturgipfel.de/tomatenfestival.

dbo

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