Kommt Bildungs-Bus?

Mobiles Angebot in Milbertshofen und Laim gefordert

Das Bildungslokal an der Schwanthalerhöhe
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Das Bildungslokal an der Schwanthalerhöhe

In Laim und Milbertshofen gibt es kein Bildungslokal. Im Bezirksausschuss wird nun über eine mobile Lösung diskutiert: Ein Bildungsbus könnte in Frage kommen.

Sechs Bildungslokale gab es bislang in München: auf der Schwanthalerhöhe (Foto: so), in Riem, in Neuaubing/Westkreuz, im Hasenbergl, in Berg am Laim und in Neuperlach. Jetzt hat ein siebtes in Ramersdorf eröffnet. „Laim wird nicht berücksichtigt. Wir haben leider auch gar keinen Platz“, beklagt sich Alexandra Gaßmann (CSU). Deshalb möchte sie das Wissen „auf Räder schicken“ – und fordert einen Bildungsbus für den 25. Stadtbezirk.

Alexandra Gaßmann (CSU)

„Die Bildungslokale leisten ein gutes Angebot quer durch die Gesellschaft“, sagt Gaßmann. Ein weiteres in Giesing wird voraussichtlich um die Jahreswende eröffnen und ein Bildungslokal in Freiham befindet sich gegenwärtig im Bau. Da eine entsprechende Einrichtung in Laim in absehbarer Zeit nicht vorgesehen ist, soll eine mobile Lösung angestrebt werden.

Kein Bildungslokal in Laim - Mobiler Bus als Lösung?

Eine Buslösung habe den Vorteil, gezielt Örtlichkeiten mit besonders hohem Handlungsbedarf regelmäßig besuchen zu können – und in mehreren Stadtteilen gleichzeitig aktiv zu sein. Gaßmann hat den Antrag von Tina Pickert, CSU-Politikerin im Bezirksausschuss Milbertshofen-Am Hart, übernommen. Ursprünglich war vorgesehen, dass bereits im vergangenen Jahr ein Bildungslokal im 11. Stadtbezirk eingerichtet wird. Doch konkrete Planungen gibt es bisher nicht.

„Die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen zeigen, dass während des Lockdowns viele Kinder und junge Menschen nicht den Zugang zu Bildung erhalten und Defizite entstehen“, erklärt Gaßmann. „Wir werden mit Corona und den Folgen noch eine ganze Weile leben müssen.“

Bildungslokale wichtiges Angebot für Bürger

„Niederschwellige Angebote sind wichtig“, betonte auch Oliver Jennissen (FDP), der die Forderung in Vertretung für Gaßmann in der jüngsten BA-Sitzung vorstellte. Unterstützung gab es aus allen Fraktionen, der Antrag wurde einstimmig verabschiedet.

„Die Standorte der Bildungslokale werden auf der Grundlage des Bildungs- und Sozialmonitorings festgelegt“, erklärt Ursula Oberhuber, Sprecherin des Referats für Bildung und Sport (RBS). „Die hohe Wirksamkeit kann sicherlich am besten durch einen festen, in der Nachbarschaft verankerten und niederschwellig zugänglichen Standort in der vertrauten Umgebung des Stadtquartiers, erreicht werden.“ Weil der Verwaltung die beiden Anträge zum Thema Bildungsbus bereits vorliegen, möchte das RBS der Antwort an die BAs nicht vorgreifen.

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