Lokalpolitiker fordern Nachpflanzungen

Mehr Baumschutz in Laim: Zu viele Fällungen, zu wenig Transparenz - BA fordert Ersatzkonzept 

Mehr Transparenz in Sachen Baumfällungen und Ersatzpflanzungen fordert der BA 25.(Symbolfoto:)
+
Mehr Transparenz in Sachen Baumfällungen und Ersatzpflanzungen fordert der BA 25. (Symbolfoto:)
  • Daniela Borsutzky
    vonDaniela Borsutzky
    schließen

In den letzten Jahren wurden 20.000 Bäume in München gefällt ohne Ersatzpflanzungen. Nun fordern Lokalpolitiker aus Laim ein Baumersatzkonzept.

Laim - 20 000 Bäume hat München in den vergangenen zehn Jahren verloren. 20 000 Bäume, die aus den unterschiedlichsten Gründen weichen mussten. Sei es, weil sie krank waren, sei es, weil sie Baumaßnahmen zum Opfer fielen.

20 000 Bäume, für die keine Ersatzpflanzung vorgenommen wurde, die aus dem Stadtbild für immer verschwunden sind. „Diese Zahl vom Bund Naturschutz über den stadtweiten Baumverlust ist erschreckend“, sagt Nicola Fritz (Grüne), Vorsitzende des Unterausschusses (UA) Umwelt und Baumschutz im Laimer Bezirksausschuss.

Die Situation wollen die Lokalpolitiker nun nicht länger hinnehmen und verlangen daher ein Baumersatzkonzept.

„Wir fordern unter anderem eine detaillierte und transparente Darlegung, was mit den nicht zurück gezahlten Kautionen im Rahmen von nicht erfolgten Ersatzpflanzugen passiert. Wir wollen mehr Licht ins Dunkle bringen, um zukünftig zielgerichteter und konkreter Baumschutz im Bezirk leisten zu können“, erklärt Fritz.

Vorsitzende des Unterausschusses (UA) Umwelt und Baumschutz im Laimer Bezirksausschuss: Nicola Fritz (Grüne).

Der Ausgleich des stadtweiten Baumverlusts sei keine Aktion, die durch eine Summe von Einzelaktionen ausgeglichen werden könne, heißt es in dem Antrag. Stattdessen sei ein „zeitgemäßes Konzept“ erforderlich.

Daher schlagen die Laimer Viertelpolitiker eine Verpflichtung zur mehrfachen Ersatzpflanzung vor sowie eine Erhöhung der Kautionszahlung für gefällte Bäume und eine schnellere Nachpflanzung. Außerdem fordern sie Ersatzpflanzungen beziehungsweise deren Finanzierung an anderen Stellen im Bezirk, falls am Fällungsort keine Nachpflanzungen möglich sind.

„Wir haben den Eindruck, dass diese Prozesse nicht transparent ablaufen“, beschwert sich Fritz. „Es ist oft schwer nachzuvollziehen, ob Nachpflanzungen erfolgt sind, weil man dazu zwölf Monate Zeit hat.“

Wie der BA in seiner jüngsten Sitzung über den Antrag entschieden hat, stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest. Fritz geht davon aus, dass er „mindestens mehrheitlich angenommen wird“. Die Verwaltung und die Untere Naturschutzbehörde sollen nun zu den Wünschen des BA Stellung nehmen.

Der Blumenauer Mädchentreff erhält den Anita Augspurg Preis 2020 – auch für seine feministische Ausrichtung

dbo

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare