Vision für das südliche Bahnhofsviertel

100 Meter Zukunft: Studenten wollen Schwanthalerstraße zu autofreier Zone erklären

Das Projekt "100 Meter Zukunft".
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Das Projekt "100 Meter Zukunft".

Eine Oase vor der Baustelle in der Ludwigsvorstadt:  Wie das "Referat für Stadtverbesserung" im August an der Schwanthalerstraße "100 Meter Zukunft" umsetzen will

  • Schwanthalerstraße soll aufgehübscht werden
  • Studenten haben sich als "Referat für Stadtverbesserung" zusammengetan
  • Was sich hinter ihrem Projekt "100 Meter Zukunft" verbirgt

LUDWIGSVORSTADT
Vier Fahrspuren, Bürgersteig, Hausfassaden. Die Schwanthalerstraße ist wahrlich kein Ort, der durch seine Aufenthaltsqualität glänzt. Studenten der Technischen Universität München haben nun ein Konzept entwickelt, das die Straße aufwerten soll. Was im Winter 2019 als Projekt startete, soll Mitte August nun Realität werden. 

München: Was das "Referat für Stadtverbesserung" mit der Schwanthalerstraße vor hat

„Gerade in diesem Bereich im südlichen Bahnhofsviertel wird man vom Verkehr stark auf den Bürgersteig gedrückt. Wir wollen Alternativen aufzeigen“, erläutert Maximilian Steverding vom „Referat für Stadtverbesserung“, wie sich die sechs Studenten mit einem Augenzwinkern nennen. „Wir möchten das Bewusstsein schaffen, dass etwas anderes möglich ist, als nur mit dem Auto die Schwanthalerstraße runterzubrausen“, ergänzt Markus Westerholt. 

Das Team im „Referat für Stadtverbesserung“ (v.l.): Markus Westerholt, Michelle Hagenauer, Magdalena Schmidkunz, Annika Hetzel, Linus Schulte und Maximilian Steverding.

Ihr Konzept "100 Meter Zukunft" für die Schwanthalerstraße 

Ihr Konzept mit dem Namen „100 Meter Zukunft“ sieht vor, die Autos von der Straße zu holen und den freien Raum den Anwohnern zur Verfügung zu stellen: Sitzgelegenheiten, mehr Grün, Platz zum Flanieren. Voraussichtlich am Wochenende des 22./23. August wird aus „100 Metern Zukunft“ Gegenwart: Der Aktionstag stellt das Konzept der Öffentlichkeit vor. Dazu soll die Straße gesperrt, neue Bereiche aufgezeichnet und temporäres Grün installiert werden. Zentrum der Aktion ist ein mobiler Stammtisch, an dem sich Anwohner untereinander und mit den Studenten austauschen können. 

Lokalpolitiker aus der Ludwigsvorstadt stehen dem Projekt positiv gegenüber

Der BA Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt äußerte sich positiv zum Projekt, die Genehmigung durch das KVR steht noch aus. Sperren und nutzen könne man nur die Fläche zwischen Paul-Heyse- und Hermann-Lingg-Straße, da der Rest der Schwanthalerstraße eine große Baustelle sei, so KVR-Sprecher Johannes Mayer. Auf einen Teil des genannten baustellenfreien Bereiches soll sich auch die Veranstaltung im August beschränken. 

Noch bis Ende 2020 ist die Schwanthalerstraße eine Baustelle.

Aktionstag an Schwanthalerstraße als Vorgeschmack für die ganze Stadt

Doch mit dem Aktionstag ist es für das selbsternannte Referat nicht getan: „Wir handeln unsere Idee zwar an der Schwanthalerstraße ab, haben aber den Anspruch, dass die Vision auf die ganze Stadt übergeht“, sagt Steverding. Zusätzlich zum Projekt im August ist auch eine digitale Führung durch die umgestaltete Straße angedacht. Sie soll zu Diskussionen anregen und aufzeigen, wie es so sein könnte im Bahnhofsviertel. Ohne Autos und mit mehr Platz für Anwohner. Da trifft es der Name des Rundgangs ganz gut: Stadtverführung. Sophia Oberhuber

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