1. hallo-muenchen-de
  2. München
  3. München Südwest

Deutschlands erste Roboter-Bar in München ‒ Hier mischen Maschinenarme die Mojitos

Erstellt:

Von: Daniela Borsutzky

Kommentare

Die erste Roboter-Bar Deutschlands ist im SAUSALITOS München aktiv.
Die erste Roboter-Bar Deutschlands ist im SAUSALITOS München aktiv. © Sausalitos

Wie im Science-Fiction-Blockbuster: Hinter dem Tresen sind ab sofort Roboter für die beliebten Mojitos zuständig - So kam es zu Deutschlands erster Roboter-Bar.

Ludwigsvorstadt - In dem Science-Fiction-Film „Passengers“ aus dem Jahr 2016 serviert auf einem Raumschiff ein Barkeeper-Android dem einzig (wachen) Passagier täglich seine Drinks. Nicht ganz so futuristisch geht es im Sausalitos an der Sonnenstraße zu. Doch auch hier mischen ab sofort Maschinenarme die Cocktails – in Deutschlands erster Roboter-Bar.

Hallo München
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Maschinenarme als Unterstützung für die Barkeeper: Deutschlands erste Roboter-Bar in München

Geschäftsführer Christoph Heidt hat vor Kurzem zwei Greifarme bei einer Fertigungs-Firma für die Autoindustrie geordert, die auch BMW beliefert. Im Sausalitos mixen die Maschinenarme Mojitos und unterstützen so die Mitarbeiter hinterm Tresen. „Barkeeper verrichten Schwerstarbeit“, betont Heidt. „Das mag von außen betrachtet nach viel Spaß aussehen – was es natürlich auch macht – aber es bringt auch viel körperliche Belastung.“

Dazu komme, dass die Gastronomie sehr unter der Pandemie gelitten hat, viele Mitarbeiter in andere Branchen abgewandert sind. „Die Arbeit muss also auf weniger Hände umverteilt werden. Um die bleibenden guten Mitarbeiter zu halten und zu entlasten, musste eine Lösung her.“

Mojitos vom Roboter: So funktionieren die Maschinenarme im Sausalitos in der Sonnenstraße

Die Roboter stehen künftig an der „Mojito-Station“ und können eine normale und eine alkoholfreie Variante des beliebtesten Sausalitos-Cocktails zubereiten. „Man scannt mit seinem Handy einen QR-Code, bestellt damit, bezahlt bargeldlos und die Arme stellen den Drink vor dem Kunden ab“, erklärt Heidt. Sollten sich die Roboter etablieren, will Heidt darüber nachdenken, das Konzept auszuweiten. Doch: „Der Mensch gewinnt gegen den Roboter. Die Mitarbeiter haben keine Angst, dass er ihnen die Show stiehlt, er soll nur helfen.“ Einen Namen haben die Roboter bislang übrigens nicht, Heidt will sie nicht „zu sehr vermenschlichen“.

Die Unterhaltung mit dem Androiden im Film funktioniert übrigens nur leidlich. Weil der Passagier seine Einsamkeit nicht erträgt, erweckt er seine Herzensdame aus dem Tiefschlaf. Denn auch wenn die Technologie im Jahr 2350 ganz schön weit vorangeschritten ist, so ist der Mann hinterm Tresen doch nur eine Maschine, die einen Menschen aus Fleisch und Blut nicht ersetzen kann.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare