Reaktion des Bauherrn

Uneinigkeit im Stadtrat: CSU und Freie Wähler wollen Entwurf für Karstadt-Areal anfechten

Dieser Entwurf hat das Rennen um den Karstadt-Naubau am Hauptbahnhof gemacht – doch die Stadtratsfraktion CSU/Freie Wähler will den zweiten Platz durchsetzen.
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Dieser Entwurf hat das Rennen um den Karstadt-Naubau am Hauptbahnhof gemacht – doch die Stadtratsfraktion CSU/Freie Wähler will den zweiten Platz durchsetzen.
  • Daniela Borsutzky
    VonDaniela Borsutzky
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Die Stadtratsfraktion CSU/Freie Wähler wil das Ergebnis des Architekturwettbewerbs für den Neubau am Karstadt-Areal anfechten – das sagt der Bauherr dazu...

Ludwigsvorstadt - Das Karstadt-Areal am Hauptbahnhof wird umgestaltet. Bereits im vergangenen Jahr stellte Bauherr „Signa“ die ersten Pläne vor, heuer im Februar wurden die Preisträger des Ideen- und Realisierungswettbewerbs gekürt. Platz 1 belegte der Entwurf von David Chipperfield Architects, Platz 2 die Fassung von BIG Partners Limited. Das Ergebnis wurde kürzlich dem Planungsausschuss im Rathaus bekanntgegeben. Jetzt will die Stadtratsfraktion CSU/Freie Wähler den Sieger-Entwurf anfechten.

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Neubau am Karstadt-Areal: Streit um Sieger-Entwurf

Per Antrag fordern die Christsozialen, den 2. Platz zu realisieren. In der Begründung heißt es, dass der David-Chipperfield-Entwurf nicht der Favorit der Stadtgesellschaft sei, „wie der öffentlichen Diskussion und den Beratungen im Ausschuss vom 4. Mai zu entnehmen ist“. Stattdessen werde „vielfach“ dem Zweitplatzierten der Vorzug gegeben. Dieser würde mehr Licht durchlassen, füge sich besser in das Straßenbild ein und biete mit dem „spektakulären Dachgarten einen Schwamm für Regenwasser mitten in der Stadt“.

Dieser Entwurf hat im Wettbewerb den zweiten Platz gemacht, der Stadtratsfraktion CSU/Freie Wähler sagt er mehr zu.

Christian Müller, Fraktionsvorsitzender von SPD/Volt findet „das Verlangen der CSU nicht rechtmäßig“. Mit Beschluss des Rathauses würden städtebauliche Wettbewerbe durchgeführt, die bestimmten Regeln unterliegen. „Diesen hat sich auch der Münchner Stadtrat verpflichtet. Dieses Vorgehen – das die CSU im Planungsausschuss noch wortreich verteidigt hat – ist rechtlich fest geregelt“, so Müller.

CSU und Freie Wähler wollen Siegerentwurf anfechten: So reagiert der Bauherr

Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher sieht den Erstplatzierten „beim Zusammenwirken mit den Nachbargebäuden im Vorteil“. Dieser stehle dem denkmalgeschützen Hertie-Gebäude und dem Justizpalast nicht die Show.

Letztlich liegt die Entscheidung beim Investor. Und dessen Urteil steht fest: Signa-Sprecher Sebastian Schmidt bekräftigt gegenüber Hallo, dass man der Empfehlung des Preisgerichts zur Realisierung des Siegerentwurfs folgen werde. „Das durchweg positive Feedback zur öffentlichen Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse, das eine breite Akzeptanz des Siegerentwurfs bei den Bürgern widerspiegelt, bestätigt uns darin.“

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