Diese Themen bewegen die Stadtbezirke 2019

Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Hadern: Die Jahresvorschau der BA-Chefs

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Auf sieben Hektar Fläche, zwischen Schlacht­hof, Thalkirchner Straße, Tumblinger­straße und den Gleisen des Alten Südbahnhofs soll Platz für Wohnungen, ein Stadtteilkulturzentrum und Kleingewerbe geschaffen werden.

Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt/Hadern – Es tut sich einiges im Westen: Die Theresienwiese soll weiterhin als freie Fläche bestehen bleiben und die Haderner Kirche St. Ignatius feiert ihren 40. Weihetag

Der zweite Vorsitzende Martin Ruckert (CSU).

Für den Bezirksausschuss (BA) Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt beginnt ein schwieriges Jahr: Vorsitzender Alexander Miklosy erlag mit 69 Jahren Mitte Dezember seiner Krebserkrankung. 1996 schloss er sich der Wählervereinigung Rosa Liste an, für die er dann gleich in den BA gewählt wurde. Seit 2002 leitete Miklosy das Gremium der Viertelpolitiker – mit viel Erfolg, Ruhe und Humor. Er hinterlässt eine große Lücke – nicht nur im Viertel, sondern auch in der LGBT-Community, für die er sich über 20 Jahre lang engagierte.

Zumindest offiziell leitet nun der zweite Vorsitzende Martin Ruckert (CSU) kommissarisch die Geschäfte des BA. Er stellt aber klar: „Im Moment versuchen wir Alexander Miklosys Arbeit unter den Vorstandsmitgliedern aufzuteilen.“ Und ergänzt: „Er hat sehr viel gemacht.“

In der ersten Sitzung im neuen Jahr wird es wohl noch keine Neuwahl geben: „Es finden erst einmal Gespräche innerhalb der Fraktionen statt“, erklärt Ruckert. Die Sitzung am 29. Januar wird er leiten – und zwar wie er betont: „nur als Vertreter“. Der neue Chef für die Isarvorstadt und Ludwigsvorstadt wird somit voraussichtlich erst im Februar gewählt.

Sophia Oberhuber

Wohnen und Kultur

Auf sieben Hektar Fläche, zwischen Schlacht­hof, Thalkirchner Straße, Tumblinger­straße und den Gleisen des Alten Südbahnhofs soll Platz für Wohnungen, ein Stadtteilkulturzentrum und Kleingewerbe geschaffen werden. Im Juni 2017 hat der Stadtrat grünes Licht für die Bebauung gegeben. Anfang 2018 begann der Abriss der alten Stallungen und die Freimachung des Baufeldes (Foto). Kulturelles Herzstück wird das Volkstheater. Im Jahr 2021 soll es bereits bezugsfertig sein. Neben dem Kulturzentrum kann auf dem ehemaligen Viehhofgelände auch viel Wohnraum geschaffen werden: Insgesamt 420 Wohnungen sind geplant, für die voraussichtlich die städtischenzWohnungsunternehmen GWG und Gewofag zuständig sein werden (Hallo berichtete).

Mehr Erholung auf der Theresienwiese

Dem stellvertretenden BA-Chef macht die Zweckentfremdung der Theresienwiese Sorgen.

Stellvertreter Ruckert macht die stetig fortschreitende Zweckentfremdung der Theresienwiese als gewerbliche Veranstaltungsfläche Sorgen: „Sie ist immer noch als Grünfläche ausgewiesen und sollte eigentlich auch der örtlichen Bevölkerung zur Erholung dienen.“

Pläne für das Jahr 2019

Für das neue Jahr steht die Planung von vielen neuen Projekten an: Es werden erste Überlegungen zur Neugestaltung von Goethe-, Balde- und Sendlinger-Tor-Platz getätigt. Der Stadtrat hat dazu im November grundsätzliche Untersuchungen beschlossen. Auch Verbesserungen für den Radverkehr in der Schwanthalerstraße westlich der Paul-Heyse-Straße und in der Lindwurmstraße nordöstlich des Goetheplatzes sind für das Jahr 2019 vorgesehen. Das südliche Bahnhofsviertel und die Rahmenplanung innerörtliche Isar werden weitere Dauerthemen in der Isarvorstadt bleiben.

Zwei Kirchen-Feste im ersten Quartal

Haderns Bezirksausschuss-Vorsitzender Johann Stadler (CSU).

Einen „utopischen Wunsch“ für 2019 hätte Haderns Viertel Chef Johann Stadler (CSU): „Dass die U-Bahn schon fährt.“ Doch dann winkt er lachend ab, denn: Bis die U6 von ihrer bisherigen Endstation Großhadern künftig nach Martinsried verlängert wird, dauert es noch eine Weile. Spatenstich ist frühestens 2020.

Ansonsten bleibe in Hadern alles weitestgehend beim Alten und das sei auch gut so. Ein paar Neuerungen gibt es allerdings: „Im Januar gibt es einen Ortstermin bezüglich der langersehnten Umgestaltung des Canisiusplatzes“, erklärt Stadler. „Leider stellt die Kirche ihren Teil des Grunds nicht zur Verfügung, daher wird es eine kleinere Fläche als erhofft.“

Am Sonntag, 27. Januar feiert die Kirche St. Ignatius ihren 40. Weihetag.

Der TSV Großhadern will zusammen mit dem „Kleinen privaten Lehrinstitut Derksen“ eine Zweifachsporthalle errichten. „Der Bauantrag wird demnächst eingereicht – 2022 soll dann in der neuen Halle gesportelt werden.“

Schon lange hoffen die Haderner auf ein zweites Alten- und Service Zentrum (ASZ) südlich der Autobahn. „Der Max-Lebsche-Platz ist als möglicher Standort im Gespräch. Es wäre schon toll, wenn das was wird“, sagt Stadler.

Konkreter sieht es bei einem öffentlichen Bücherschrank für die Viertelbewohner aus: „Die Betreuung steht, die Finanzierung durch den Bezirksausschuss ist gesichert und ein Standort auch gefunden – jetzt muss der Schrank vor der Feuerwache nur noch aufgestellt werden“, freut sich der Viertel-Chef.

Gleich zu Anfang des Jahres steht noch ein besonderes Fest im Viertel an: Am Sonntag, 27. Januar feiert die Kirche St. Ignatius ihren 40. Weihetag. Um 19 Uhr gibt es ein großes Festkonzert mit Chor und Orchester.

Und im März feiert dann die evangelische Reformations-Gedächtnis-Kirche 50-jähriges Jubiläum.

Daniela Borsutzky

Eine zweite Stammstrecke für München

Am Hauptbahnhof werden die Bauarbeiten für eine zweite Stammstrecke anfangen. Dort soll dann auch die neue S-Bahn-Station „München Hauptbahnhof Bahnhofplatz“ entstehen.

Auch im Jahr 2019 rollen in der Isarvorstadt wieder die Bagger an: In der Ruppertstraße entstehen eine Schule und ein Bürgerhaus. Im „Kompetenzzentrum Erziehungsberufe“ werden dort künftig Erzieher und Kinderpfleger ausgebildet. Die Eröffnung ist für den Herbst geplant. Auch die Portalklinik in der Nußbaumstraße soll dann fertig sein. 

Am Hauptbahnhof werden die Bauarbeiten für eine zweite Stammstrecke anfangen. Dort soll dann auch die neue S-Bahn-Station „München Hauptbahnhof Bahnhofplatz“ entstehen. Weitergebaut wird im Jahr 2019 an der Großbaustelle am Sendlinger Tor für den U-Bahnhof. Außerdem erhält das Deutsche Museum ein temporäres neues Eingangsgebäude.

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