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Münchner Architekt erhält Anerkennungspreis

Sozialwohnungen im Buckingham Palace? Dieser Architekt weiß, wie man provoziert

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Der Münchner Architekt Benedikt Hartl schlägt vor, im Buckingham Palace Sozialwohnungen zu schaffen.

Ludwigsvorstadt – Der Münchner Architekt Benedikt Hartl hat eine provokante Idee für bezahlbaren Wohnraum in London entwickelt – und der Queen einen Brief geschrieben

Benedikt Hartl ist Architekt. In seinem Büro an der Landwehrstraße entwirft der 32-jährige Ludwigsvorstädter zusammen mit seinem Kollegen Thomas Haseneder beispielsweise Einfamilienhäuser oder eine Behindertenwerkstatt. Für sein neuestes Projekt hat er jetzt bei einem Ideenwettbewerb zu bezahlbarem Wohnraum in London einen Anerkennungspreis erhalten – und der Queen einen Brief geschrieben.

Benedikt Hartl (32), Architekt.

Denn Hartl will aus dem britischen Königshaus einen „Affordable Palace“ machen. „Also ein Palast, der für alle erschwinglich ist“, erklärt er. Denn: „Bezahlbares Wohnen ist ein zentrales Thema unserer Zeit – so kann es nicht mehr weitergehen“, sagt Hartl. In seinem Entwurf hat der Buckingham Palace ein paar Stockwerke mehr und damit Platz für 50 000 Bewohner.

50 000 Menschen innen drin statt davor: Würde Benedikt Hartls Idee umgesetzt werden, könnte diese Vorstellung Realität sein.

Natürlich sei der Entwurf in erster Linie eine Provokation gewesen, um zum Nachdenken anzuregen. Was dann passiert ist, damit habe Hartl nicht gerechnet: „Zeitungen aus aller Welt haben berichtet, viele Leser regen sich auf.“ Anstatt der erhofften Aufträge hagelt es nun Anfeindungen.

Der Hintergrund: Vor eineinhalb Jahren hat Hartl sich selbstständig gemacht, unterrichtet aber nebenbei an der Uni, um sein Einkommen zu sichern. „Als kleines Architekturbüro ist es nicht einfach, an Aufträge zu kommen, deshalb muss man an Wettbewerben teilnehmen. Weil da aber immer die großen Büros mit ihren immer gleichen Entwürfen gewinnen, dachten wir uns, dass wir es diesmal anders machen – und auf volle Provokation setzen.“ In seinem Brief an die Queen bat er, sein Modell im Palast auszustellen. Bisher bekam er keine Rückmeldung.

Wohnen in der Frauenkirche

Für München schwebt dem Ludwigsvorstädter, der mit seinem Büro ab März an den Schlachthof ziehen will, auch die ein oder andere Idee vor: „Man könnte die Frauenkirche in Wohnraum umwandeln. Kirchen haben generell ein hohes architektonisches Potenzial. Oder eine mobile Lösung auf der Theresienwiese schaffen, damit sie zur Wiesn wieder frei ist.“ Natürlich sei das nicht ganz ernst gemeint, wohl aber: „In München muss weiter in die Höhe gebaut werden dürfen, das wird bisher noch zu sehr blockiert.“

Daniela Borsutzky

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