An der Ziemssenstraße

Neues Herzstück im Klinikviertel ‒ Neue Portalklinik in München ist Anlaufstelle für alle Notfälle

Die Portalklinik ist eine interdisziplinäre Anlaufstelle für alle Notfälle der Erwachsenenmedizin.
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Die Portalklinik ist eine interdisziplinäre Anlaufstelle für alle Notfälle der Erwachsenenmedizin.
  • Daniela Borsutzky
    VonDaniela Borsutzky
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In der neuen Münchner Portalklinik der LMU im Klinikviertel werden viele der bisher verteilten Fachgebiete gebündelt - als interdisziplinäre Anlaufstelle für alle Notfälle.

  • Die neue Portalklinik der LMU wurde in München eröffnet.
  • An der Ziemssenstraße dient sie als interdisziplinäre Anlaufstelle für alle Notfälle.
  • Die Fachgebiete waren bisher im Klinikviertel verteilt.

Auf geschichtsträchtigem Boden soll neue Geschichte geschrieben werden: Die Portalklinik der LMU, das neue Herzstück im Klinikviertel, wurde jetzt offiziell eröffnet. Der Betrieb an der Ziemssenstraße 5 ist mit der Geburtshilfe bereits angelaufen – ab Dienstag, 22. Juni, werden auch die Medizinische Klinik, die Chirurgische Klinik und die Poliklinik aus der Pettenkoferstraße umziehen. Experten für Geburtshilfe, Nothilfe, Chirurgie und Innere Medizin arbeiten dann auf 12 400 Quadratmetern zusammen, 200 Betten auf sieben Stationen stehen bereit.

In den 1750er-Jahren entstand an der Ziemssenstraße das Spital der Barmherzigen Brüder. Auf den Grundmauern wurde im Herbst 2015 der Spatenstich für den fünfgeschossigen Neubau gefeiert, der nun mit der historischen, denkmalgeschützten Ziemssenklinik nebenan verbunden ist.

Im Jahr 1805 habe sogar Napoleon höchstpersönlich vorbeigeschaut, betonte Markus Lerch, Ärztlicher Direktor des LMU Klinikums, in seiner Eröffnungsrede. Knapp sechs Jahre wurde an dem 112,5-Millionen-Euro-Projekt gebaut, das zum Großteil vom Uniklinikum selbst sowie vom Freistaat finanziert wurde.

München: LMU-Portalklinik als interdisziplinäre Anlaufstelle für alle Notfälle eröffnet

Am neuen Standort werden viele der bisher über das Klinikviertel verteilten Fachgebiete gebündelt – „insgesamt zwölf Disziplinen arbeiten hier Seite an Seite“, so Lerch.

Dank ihrer fächerübergreifenden Struktur ist die Portalklinik ein medizinisches Zentrum für alle Notfälle und für chronisch Kranke, die eine teil- und kurzstationäre Behandlung benötigen. 70 000 Patienten können jährlich ambulant und 15 000 stationär versorgt werden, die Notaufnahme ist für 30 000 Patienten ausgelegt. Falls eine komplexere Erkrankung vorliegt, werden sie nach Großhadern verlegt.

Außerdem können bis zu 2500 Münchner Kindl im Jahr hier auf die Welt kommen. In den neoklassizistischen Bau in der Maistraße, wo die Frauenklinik bislang untergebracht war, ziehen künftig Mathematik- und Informatikstudenten.

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