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Sanierung oder Abriss? Die Zukunft der Bewohner des Thomas-Wimmer-Hauses ist ungewiss

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Von: Daniela Borsutzky

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Im Dezember 1959 erfolgte die Grundsteinlegung an der Burgkmairstraße 9. Der damalige Oberbürgermeister Thomas Wimmer zählte zu den Gründervätern, die sich für den Siedlungsbau einsetzten. Als er 1964 starb, wurde das Haus ihm zu Ehren benannt.
Im Dezember 1959 erfolgte die Grundsteinlegung an der Burgkmairstraße 9. Der damalige Oberbürgermeister Thomas Wimmer zählte zu den Gründervätern, die sich für den Siedlungsbau einsetzten. Als er 1964 starb, wurde das Haus ihm zu Ehren benannt. © Daniela Borsutzky

Seit Jahren herrscht Unklarheit über die Zukunft des Thomas-Wimmer-Hauses und seinen Bewohnern. Der BA Laim lädt jetzt zu einer Sondersitzung zu dem Thema ein.

Wie geht es mit dem Thomas-Wimmer-Haus und seinen Bewohnern weiter? Darüber herrscht seit Jahren Unklarheit. Das Gebäude, in dem Senioren mit geringem Einkommen leben, ist Teil der Stiftungssiedlung „Alte Heimat“. Diese entstand in den 1960er-Jahren um den Kiem-Pauli-Weg mit dem Ziel, den Kriegsheimkehrern aus dem Zweiten Weltkrieg ein Zuhause zu bieten. Inzwischen ist das Haus an der Burgkmairstraße 9 stark sanierungsbedürftig und auch nicht mehr zeitgemäß.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Sanierung oder Abriss? Die Zukunft des Thomas-Wimmer-Hauses ist ungewiss – BA Laim lädt zur Sondersitzung

2012 hat die Gewofag im Auftrag des Kommunalreferats die Hausverwaltung übernommen. Seitdem kursieren Gerüchte, dass das Haus abgerissen werden soll.

Abbruch und Neubau oder doch Sanierung? Darüber herrscht bis jetzt Ungewissheit, beklagte sich Irene Lukas in der Februar-Sitzung des Laimer Bezirksausschusses. Sie ist Mitglied im „AlteHeimatArbeitskreis“, der sich seit zehn Jahren für Anliegen und Belange der Bewohner einsetzt. Stellvertretend forderte sie jetzt Klarheit.

Über die Zukunft des Thomas-Wimmer-Hauses wurde der BA jedoch erst kürzlich mit einem Schreiben des Kommunalreferats unterrichtet. Weil dieses zur jüngsten Sitzung den Lokalpolitikern noch nicht vorlag, thematisieren sie es jetzt in einer Sondersitzung (siehe Kasten).

Im März will das Kommunalreferat eine Beschlussvorlage in den Stadtrat einbringen. In dieser wird „eine grundsätzliche weitere Vorgehensweise hinsichtlich des Thomas-Wimmer-Hauses vorgeschlagen“, erklärt Sprecherin Maren Kowitz auf Hallo-Nachfrage.

Erst nach einer Entscheidung des Rathauses könne ein Zeitplan erarbeitet werden. Kowitz betont außerdem, dass „essentieller Bestandteil aller weiteren Schritte die besonders schonende Umsetzung der Bewohnerschaft“ sei. Erste Konzepte hierzu seien in der Beschlussvorlage enthalten.

Unklarheit über die Zukunft des Thomas-Wimmer-Hauses und seinen Bewohner

98 kleinteilige Wohneinheiten gibt es in dem Gebäude, die lediglich mit Toiletten ausgestattet sind. Wenn die Bewohner duschen oder baden möchten, müssen sie hierzu ins Gemeinschaftsbad im Erdgeschoss.

„Insbesondere in Hinblick auf die momentanen Umstände konnte wegen dieser Gemeinschaftsbäder sowie auch angesichts der geplanten anstehenden baulichen Maßnahmen in den letzten Jahren keine Nachbelegung mehr erfolgen“, erklärt Kowitz den Umstand, dass nur rund 60 Prozent der Wohnungen derzeit belegt sind.

BA-Sondersitzung zum Thema

Der Laimer Bezirksausschuss lädt am Donnerstag, 17. Februar, zu einer Sondersitzung über die Zukunft des Thomas-Wimmer-Hauses. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Mensa der Grund- und Mittelschule an der Schrobenhausener Straße 17. Zugang nur mit 2G.

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