Weder rat- noch radlos

Hier repariert man Räder mit Herz

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Das Team des Nachbarschaftstreffs freut sich auf die Eröffnung.

Laim/Hadern – Damit in der Radlhauptstadt auch Menschen in schwierigen Situationen Spaß am Fahren haben können, eröffnet im Keller des „Haderner Herz – zu Gast in Laim“ eine soziale Fahrradwerkstatt

Die Werkbank ist aufgebaut, zehn Spendenfahrräder stehen bereits im Keller, noch werden Regale montiert. Es wird gewerkelt im Keller des Nachbarschaftstreffs „Haderner Herz – zu Gast in Laim“ an der Fürstenrieder Straße 124. Zu Gast in Laim deshalb, weil sich der ehemalige und zukünftige Standort an der Ludlstraße in einem noch nicht fertiggestellten Neubaugebiet befindet.

Bis es soweit ist, muss im Keller noch etwas gewerkelt werden.

An der Adresse, wo sich einst ein Fahrradhändler befand, findet am Dienstag, 12. März, die Eröffnung einer sozialen Radlwerkstatt statt. „Das Angebot richtet sich an Menschen aus der näheren Umgebung, die sich keine Reparatur in einem professionellen Laden oder überhaupt ein Fahrrad leisten können“, erklärt Lisa Bauer vom Haderner Herz. „Dabei ist das Angebot gemeinnützig ausgelegt und die freiwilligen Spenden dienen lediglich der Kostendeckung des laufenden Betriebs.“ 

Immer dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr wird künftig geöffnet sein. „Wir sind keine Auftragswerkstatt und keinenfalls Konkurrenz zu professionellen Werstätten“, betont Bauer. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen in ihren handwerklichen Gaben und in ihrer Sozialkompetenz gefördert werden. „Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten“, sagt Bauer.

Die ersten Spenden stehen schon bereit. Je kleiner das Rad, desto einfacher der Weg durch die schmale Treppe in die Werkstatt.

Das Angebot findet in Kooperation mit dem Verein „Miteinander leben in Hadern“ statt, der sich um Integrationsarbeit und die Unterstützung sozial schwacher Familien bemüht. „In manchen Ländern ist es Frauen verboten, Fahrrad zu fahren“, erklärt Barbara Beck vom Verein. „Wir wollen die Selbstständigkeit der Frauen fördern.“ Familien würden von gemeinsam wieder fahrtauglich gemachten Fahrrädern, die sie gegen eine freiwillige Spende übernehmen können, profitieren.

Damit das Projekt erfolgreich wird, sind die Vereine noch auf der Suche nach technikaffinen Freiwilligen, die die Besucher der Radlwerkstatt anleiten und unterstützen können.

Daniela Borsutzky

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