Vorstellung der Lösungsansätze

Bahnhofsviertel München: Visionen für die grüne Stadt der Zukunft 

So könnten die Landwehrstraße in knapp 20 Jahren aussehen.
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So könnten die Landwehrstraße in knapp 20 Jahren aussehen.
  • Daniela Borsutzky
    VonDaniela Borsutzky
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Drei Jahre lang wurden Lösungen zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels für wachsende Städte entwickelt. Experten haben am Beispiel München geforscht. Das sind die Ergebnisse.

Ludwigsvorstadt - Wie können der Bedarf an Grünflächen und Wohnraum zusammengebracht werden? Und wie kann die Anpassung an das sich verändernde Klima in der Stadtplanung verankert werden?

Das Projekt „Grüne Stadt der Zukunft“ hat in den vergangenen drei Jahren Lösungsansätze zum Umgang mit Folgen des Klimawandels in wachsenden Städten entwickelt (siehe unten). Jetzt wurden die Ergebnisse in einer Online-Konferenz vorgestellt.

Anhand von ausgewählten Quartieren, darunter das Südliche Bahnhofsviertel, hat man geforscht, es wurden Zukunftsbilder entwickelt. Für die Teilnehmer der Konferenz ging es unter anderem auf eine Reise ins Jahr 2040. Vielfältig, grün und effizient – so könnte das Bahnhofsquartier in 20 Jahren aussehen.

Mit umgelegten und gebündelten Versorgungsleitungen, damit die Wurzeln der schattenspendenden Bäume mehr Platz haben, einem „BeeStop“ für Bienen und andere Insekten auf dem Dach einer Haltestelle, einem Stadtwald in einem Innenhof.

So könnten die Schwanthalerstraße in knapp 20 Jahren aussehen.

Damit diese Vision gelingt, braucht es laut den Referenten eine Aktivierung der Stadtgesellschaft – und private Akteure, die als Pioniere voranschreiten. Eigentümer müssten mittels attraktiverer Förderprogramme zu Fassaden- und Dachbegrünung motiviert werden, Unternehmen könnten sich mit grünen Co-Working Spaces vernetzen.

Punktuelle, niedrigschwellige Möglichkeiten, wie beispielsweise das Aufstellen von Hochbeeten, brauche es für Bewohner. Die größten Hemmnisse für Hauseigentümer seien bislang hohe Investitions- und laufende Kosten, fehlende Infos zu den Möglichkeiten sowie fehlende individuelle Beratung.

In München gibt es bereits ein kostenloses Angebot, das jedoch nach Ansicht der Referenten noch nicht zu Genüge ausgeschöpft wird: das Begrünungsbüro vom Verein Green City.

Weitere Infos zu dem Projekt

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „Grüne Stadt der Zukunft – klimaresiliente Quartiere in einer wachsenden Stadt“ haben Experten am Beispiel München geforscht.

Wissenschaftler der TUM, der LMU, des Institut für ökologische Wirtschaftsforschung sowie die Stadt München haben dabei zusammengearbeitet. Exemplarische Zukunftsvisionen und weitere Infos gibt es ab Donnerstag, 30. September, unter www.ioew.de/gruene_stadt. Broschüren, Fact Sheets und mehr sind ab sofort unter https://bit.ly/3htzttG zu finden.

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