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Forschung zum Ursprung des Lebens in München ‒ Epigenetik bekommt neues Institut am LMU-Campus

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Von: Daniela Borsutzky

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Die Epigenetik hat an der LMU im ICEM, einem Neubau an der Würmtalstraße, ein eigenes Institut bekommen.
Die Epigenetik hat an der LMU im ICEM, einem Neubau an der Würmtalstraße, ein eigenes Institut bekommen. © Daniela Borsutzky

Am LMU-Campus Großhadern-Martinsried hat die Epigenetik ihr neues Institut bezogen. Der Neubau an der Würmtalstraße soll optimale Bedingungen zum Forschen schaffen.

HADERN/MARTINSRIED Die Epigenetik, ein relativ junges Forschungsfeld, hat mit dem Neubau an der Würmtalstraße 101, ein eigenes Institut bekommen. Nach vier Jahren Bauzeit wurde es im vergangenen Jahr bezogen und jetzt offiziell eröffnet.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Im Institut für Chemische Epigenetik – kurz ICEM – am LMU-Campus Großhadern-Martinsried arbeiten internationale Forscher an der Schnittstelle von Chemie und Biologie. Sie untersuchen die Chemie des sogenannten epigenetischen Codes, der den eigentlichen genetischen Code überlagert.

Neues Institut für Epigenetik: Untersuchungen zum Ursprung des Lebens

Er bestimmt, welche Abschnitte des Erbguts zu welchem Zeitpunkt aktiv oder befristet stillgelegt sind. Damit kann ein Organismus die Aktivität seiner Gene regulieren – und so auf Umwelteinflüsse und -änderungen schnell reagieren.

Neben dieser Forschung zur Entwicklung des Lebens geht das ICEM in der „Origins of Life“-Forschung einem weiteren bisher nicht vollständig gelüfteten Geheimnis des Lebens nach: der Frage nach der Herkunft des Lebens. Wissenschaftler untersuchen, welche biochemischen Reaktionen auf der frühen Erde stattgefunden haben könnten. Dies soll dazu beitragen herauszufinden, wie sich damals die ersten Bausteine des Lebens formen konnten.

Auf mehr als 3800 Quadratmetern und fünf Geschossen sind Labore, Büros und Konferenzräume verteilt. Rund 90 Wissenschaftler arbeiten derzeit am ICEM in zwei Abteilungen sowie vier Nachwuchsgruppen. Letztere sind im Erdgeschoss des Neubaus angesiedelt – der „Professoren-freien Zone“, wie Franziska Traube, Nachwuchsgruppenleiterin am Lehrstuhl für Organische Chemie, bei der Eröffnung erklärte.

Finanziert wurden die Baukosten in Höhe von circa 40 Millionen Euro gemeinsam von Bund und Freistaat. Weitere 5,6 Millionen Euro kamen für Erstausstattung und Großgeräte hinzu.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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