Freundliches Känguru

„Hüpf rein“ – Hier finden hilfesuchende Kinder eine Anlaufstelle

Ein Känguru haben Stefanie Stöckle (re.), Rektorin der Grundschule an der Werdenfelsstraße, und Elternbeirätin Heike Götz (li.) als Symbol für einen Aufkleber ausgewählt, der künftig bei teilnehmenden Läden der Aktion „Hüpf rein“ im Fenster kleben soll.
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Ein Känguru haben Stefanie Stöckle (re.), Rektorin der Grundschule an der Werdenfelsstraße, und Elternbeirätin Heike Götz (li.) als Symbol für einen Aufkleber ausgewählt, der künftig bei teilnehmenden Läden der Aktion „Hüpf rein“ im Fenster kleben soll.

Ortsansässige Läden sollen zur Anlaufstation für Kinder bei Problemen werden. Warum es ausgerechnet ein Känguru als Symbol sein soll und wie es mit dem Projekt weitergeht...

Sendling-Westpark – Ein aufgeschürftes Knie, ein verschwundenes Fahrrad, ein älterer Mitschüler, der einen auf dem Heimweg ärgert oder eine Belästigung durch einen Fremden. 

Immer wieder erlebt Stefanie Stöckle, Rektorin der Grundschule an der Werdenfelsstraße, dass sich Kinder bei Problemen auf dem Schulweg nicht trauen um Hilfe zu bitten. 

Deshalb will sie nun zusammen mit Heike Götz vom Elternbeirat ein Projekt unter dem Motto „Hüpf rein!“ im Viertel umsetzen. „Kleine ortsansässige Läden sollen bei kleinen oder großen Problemen spontan Anlaufstation für Kinder werden und im Bedarfsfall schnell helfen können.

Beispielsweise indem sie Kontakte zu Eltern, zur Polizei oder anderen Hilfsorganisationen herstellen“, erklärt Stöckle. Erkennungsmerkmal für die Kinder soll ein Aufkleber auf der Eingangstür mit der Aufschrift „Hüpf rein! Wir helfen dir.“ und dem Bild eines Kängurus sein. 

Buchhändler Konstantin von Harder, Rektorin Stefanie Stöckle, Elternbeirätin Heike Götz und ihre Kinder Lilly und Niklas wollen die Aktion „Hüpf rein“ im Umfeld der Werdenfels Grundschule umsetzen.

Die Aktion wäre die erste ihrer Art in München. Ähnliche Projekte, wie beispielsweise die „Notinsel“, gibt es bereits bundesweit. Doch Stöckle und Götz wollen ihr Projekt abgrenzen. Sie haben nach einem Namen ohne dem Wort „Notfall“ gesucht – das habe so einen „Panikcharakter“. 

„Das Känguru ist freundlich und niederschwellig, geschlechts- und kulturneutral und hat einen auffordernden Charakter“, erklärt Stöckle. Götz hat bei den Geschäften im Umfeld der Schule schon mal „vorgefühlt“ und stieß auf Anklang: Konstantin von Harder, Buchhändler an der Waldfriedhofstraße, ist von der Idee begeistert und wäre mit an Bord. 

Idee kam im BA gut an

Auf Hallo-Nachfrage erklärt Franz Mitterer vom Staatlichen Schulamt München, dass das Projekt seiner Meinung nach „bestimmt eine sinnvolle Aktion für einen sicheren Schulweg“ sei. 

Wenn sich weitere Schulen der Idee freiwillig anschließen möchten, könnten sie das tun – allerdings sei eine Ausweitung des Projekts von Schulamtsseite nicht angedacht. Beim Bezirksausschuss Sendling-Westpark haben Stöckle und Götz das Projekt bereits vorgestellt und um Unterstützung gebeten. 

Dort fand man die Idee an sich gut, vertagte eine Entscheidung aber, um Detailfragen in einer gemeinsamen Sitzung der Unterausschüsse Bildung und Sport sowie Soziales und Kultur am Donnerstag, 6. Februar, zu besprechen. 

dbo

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