Ermittlung gegen beide Parteien

Angriff mit Zwei-Meter-Metallstange ‒ Mann geht nach Platzverweis am Hauptbahnhof München auf DB-Security los

Bundespolizei und DB-Security am Hauptbahnhof München.
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Ein Mann ging mit einer zwei Meter langen Metallstande auf zwei DB-Security los. (Symbolbild)

Nach einem Platzverweis am Hauptbahnhof München eskalierte die Situation und ein Mann ging mit einer Eisenstange auf zwei DB-Security los. Später bespuckte er noch die Polizei.

Ein 31-Jähriger ging am Montag mit einer zwei Meter langen Metallstange auf zwei DB-Security los, nachdem diese ihm einen Platzverweis vom Hauptbahnhof München erteilt haben. Die alarmierte Bundespolizei traf den Mann gegen 06.50 Uhr in der Seidlstraße an, als er von den Mitarbeiter der Deutsche Bahnsicherheit verfolgt wurde. In seiner Hand hielt er dabei die Halterung eines Verkehrsschild.

Die Beamten nahmen den in Oberau (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) wohnhaften Asylbewerber fest und brachten ihn zur Dienststelle.

Der 31-Jährige war bereits in der Nacht von der Bundespolizei mit einem Platzverweis belegt worden, da er Reisende anpöbelte und sich ohne Fahrschein und Reiseabsichten im Hauptbahnhof aufgehalten hatte. Als sich der Mann am Morgen abermals im Hauptbahnhof befand, wurde er von Mitarbeitern der Deutsche Bahn Sicherheit gem. „Hausrecht“ des Hauptbahnhofs verwiesen. Darauf soll sich der 32-Jährige hochgradig aggressiv gegenüber den Bahn-Security gebärdet und diese attackiert sowie geschubst haben.

Mann geht nach Platzverweis am München Hauptbahnhof mit Metallstange auf DB-Security los

Im späteren Verlauf soll der Beschuldigte eine am Boden liegende, ca. zwei Meter lange Metallstange genommen, in bedrohliche Haltung gebracht haben und Schläge in Richtung der Security angedeutet haben.

Auf der Wache verweigerte der Tatverdächtige die Kooperation mit der Polizei. Er versuchte die Beamten mit Kopfstößen zu verletzten, bespuckte sie und beleidigte alle Anwesenden.

Der 31-jährige wird - nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I - heute dem Ermittlungsrichter wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidung vorgeführt.

Ermittlung wegen Angriff mit Metallstange und körperliche Gewalt bei Platzverweis

Laut Angaben der Bundespolizei reiste der Asylbewerber aus Eritrea erstmalig im September 2016 in das Bundesgebiet ein. Gegen ihn liegt seit Dezember ein Einreise- bzw. Aufenthaltsverbot, sowie seit Januar 2021 Ausweisungsverfügung vor.

Er trat in der Vergangenheit bereits mehrfach durch Gewaltdelikte wie z. B. Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie verschiedener anderer Delikte polizeilich in Erscheinung. Er befand sich bereits mehrfach in Untersuchungshaft und verbüßte insgesamt 37 Monate Freiheitsstrafen in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten.

Eine Videoauswertung ergab, dass zwei DB-Mitarbeiter den 31-Jährigen unter Anwendung von Zwang (körperliche Gewalt durch führen an den Armen) über den Fußgängerüberweg auf die vom Bahnhof gegenüberliegende Straßenseite gebracht haben, wogegen dieser sich heftig wehrte.

Ob sie hierbei ihre bei „Hausrechtsmaßnahmen“ möglichen Rechte überschritten hatten, ist ebenfalls Gegenstand von strafrechtlichen Ermittlungen der Bundespolizei.

Bundespolizei München/jh

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