Keine Maske, laute Musik

München: Ausraster am Hauptbahnhof – Prügelei auf Empore – Hier musste die Bundespolizei eingreifen

Polizisten auf Streife
+
Polizisten auf Streife

In mehreren Fällen musste die Bundespolizei am Dienstag am Münchner Hauptbahnhof eingreifen.  Auslöser für die Auseinandersetzungen waren hierfür unter anderem laute Musik und das nicht Tragen einer Maske...

  • Am Münchner Hauptbahnhof kam es wieder zu meheren Einsätzen der Bundespolizei.
  • Ein Mann weigerte sich eine Maske aufzusetzen und verhielt sich daraufhin aggressiv.
  • Es kam außerdem zu einer Prügelei auf der Empore.

Münchner Hauptbahnhof – Die Bundespolizei war gestern wegen mehreren Gewaltdelikten am Münchner Hauptbahnhof im Einsatz. 

Es kam am Dienstag zu drei Vorfällen, in denen die Beamten nun wegen Körperverletzung ermitteln. 

In einem Fall griff ein 21-Jähriger DB-Personal im Hauptbahnhof an, weil er keine Mund-/Nasenbedeckung aufsetzten wollte.

In einem anderen Fall war zu laute Musik in einer S-Bahn der Auslöser eines Streits.

Ein 21-jähriger Eritreer wurde gegen 12 Uhr von einer Streife der Deutsche Bahn Sicherheit im Hauptbahnhof München auf die fehlende Mund-/Nasenbedeckung aufmerksam gemacht.

Als der in Trudering lebende sich weigerte eine entsprechende „Maske“ aufzusetzen, wurde er aufgefordert, den Bahnhof zu verlassen. Dieser Aufforderung kam er nicht nach. Daraufhin wurde er des Bahnhofs verwiesen. 

Eskalation am Münchner Hauptbahnhof

Als die Sicherheitsmitarbeiter ihn an den Armen aus dem Bahnhof führen wollten, wurde der Mann aggressiv. Er schüttete seinen Kaffee auf den 35-jährigen DB-Mitarbeiter. Außerdem schlug er ihm mit der Faust gegen die Schulter, wovon dieser einen großen, blauen Fleck erlitt.

Bereits am Montag (20. Juli) war der Eritreer am Hauptbahnhof aufgefallen.  Dabei soll ihn ein 38-jähriger Pole mit einem Messer verletzt haben. Da beide stark alkoholisiert waren, gestaltete sich die polizeiliche Aufarbeitung schwierig. 

Damals wurde der Eritreer vom Rettungsdienst in eine Klinik verbracht, wo eine Schnittwunde am Arm versorgt wurde. 

Nachdem der 21-Jährige die Dienststelle der Bundespolizei verlassen hatte, wurde er wiederum heute Morgen schlafend am S-Bahnsteig des Münchner Hauptbahnhofes angetroffen. 

Tritte und Schläge auf Beamte

Bei der anschließenden Personalienfeststellung beleidigte er hinzugerufene Bundespolizisten, bedrohte diese und leistete bei weiteren polizeilichen Maßnahmen Widerstand. Zudem griff er Beamte u.a. mit Schlägen, Tritten und einem versuchten Kopfstoß an. 

Dabei ging beim Eritreer eine alte Wunde am Arm auf, so dass die Uniformen der Beamten anschließend blutverschmiert waren. Der bereits wegen mehrerer Delikte der  Polizei bekannt war im November 2015 in die Bundesrepublik eingereist. 

Er hat einen bis Oktober 2020 gültigen Aufenthaltsstatus und konnte die Wache nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft freien Fußes verlassen. 

Ein weiterer Fall für die Bundespolizei ereignete sich auf der Empore:

Am Dienstagabend gegen  halb acht, kam es auf der Empore des Münchner Hauptbahnhofes zu einer Prügelei zwischen zwei Nigerianerinnen. 

Mitarbeiter des DB-Sicherheitsdienstes meldeten zwei Frauen im Alter von 39 und 30 Jahren, die nach einem verbalen Streit gegenseitig aufeinander einschlugen. Sofort ging die Streife dazwischen und trennte die beiden.

Bei der 30-Jährigen war durch die Tätlichkeit ein Zahn gelockert. Die Ältere erlitt Kratzer am Arm. Während die Jüngere, die noch dazu Schwanger ist, keinen Alkoholwert aufwies, wurde die 39-Jährige nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft einer Blutprobe zugeführt. nachdem sie eine Atemalkoholkontrolle verweigerte.

Beide waren schon vorher polizeilich in Erscheinung getreten. Sie konnten die Wache nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen freien Fußes verlassen. 

Englischer Garten: Sexueller Übergriff – Mann lauert mehreren Mädchen im Gebüsch auf – Polizei stellt Täter vor Ort

Laute Musik ist Auslöser für Streit

Gegen 21:45 Uhr kam es zu einer Schlägerei in der S-Bahn an der Haltestelle Westkreuz. Landes- und Bundespolizei konnten zwei Somalier ermitteln, die einen unbekannten Reisenden schlugen. 

In der S-Bahn entbrannte ein Streit zwischcen zwei Männern und einem Unbekannten wegen zu lauter Musik. Dieser entfernte sich am Westkreuz; ob er verletzt wurde ist nicht bekannt.  

Der jüngere der beiden Somalier war mit 1,08 Promille alkoholisiert. Beide waren im November 2015 nach Deutschland eingereist und haben eine gültige Aufenthaltsgestattung. 

Der Jüngere ist polizeibekannt. Beide wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort entlassen.

Bundespolizei München/fb

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Buntes „Gefängnis“ am Luise-Kiesselbach-Platz – Künstler gestaltet  SWM-Häuschen 
Buntes „Gefängnis“ am Luise-Kiesselbach-Platz – Künstler gestaltet  SWM-Häuschen 
München: Ausraster am Hauptbahnhof – Prügelei auf Empore – Hier musste die Bundespolizei eingreifen
München: Ausraster am Hauptbahnhof – Prügelei auf Empore – Hier musste die Bundespolizei eingreifen
Auf dem Weg zur Arbeit – Pkw in München fängt Feuer vor roter Ampel 
Auf dem Weg zur Arbeit – Pkw in München fängt Feuer vor roter Ampel 
Undichtes Dach in München sorgt für Wasserschaden in Wohnhaus - Feuerwehr muss mit Plane abdichten
Undichtes Dach in München sorgt für Wasserschaden in Wohnhaus - Feuerwehr muss mit Plane abdichten

Kommentare