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Stiftsbogen: Erneut fordern Augustinum-Bewohner Zebrastreifen oder Ampel zum Haderner Stern

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Von: Daniela Borsutzky

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Wilhelm Kaltenegger (4. von links, ganz hinten) und viele weitere Bewohner der Seniorenresidenz Augustinum trauen sich nur ungern über den Stiftsbogen zum Einkaufszentrum Haderner Stern.
Wilhelm Kaltenegger (4. von links, ganz hinten) und viele weitere Bewohner der Seniorenresidenz Augustinum trauen sich nur ungern über den Stiftsbogen zum Einkaufszentrum Haderner Stern. © Daniela Borsutzky

Senioren von der anliegenden Residenz möchten zukünftig sicher über den Stiftsbogen zum Haderner Stern kommen. Doch noch werden Pläne für einen Zebrastreifen abgelehnt.

HADERN Wilhelm Kaltenegger feiert in Kürze seinen 83. Geburtstag. Beim Fototermin mit Hallo ist er einer der Jüngeren – die älteste Dame ist stattliche 106 Jahre alt. Kaltenegger wohnt seit fünf Jahren in der Seniorenresidenz Augustinum-Neufriedenheim am Stiftsbogen, ist dort auch Mitglied des Stiftsbeirats, der die Interessen und Belange der Anwohnerschaft vertritt. Und diese möchte die Straße vom Altenheim hinüber zum Einkaufszentrum Haderner Stern – den Stiftsbogen – sicher überqueren können.

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Bei der jüngsten Bürgerversammlung für den Stadtbezirk Hadern forderte Kaltenegger daher an besagter Stelle einen Zebrastreifen oder eine Ampel. Es ist nicht der erste Antrag dieser Art: Schon bei der Bürgerversammlung im Jahr 2019 stimmten die Haderner für das selbe Anliegen. Doch die Verwaltung lehnte einen Zebrastreifen ab: Diese seien in 30er-Zonen grundsätzlich entbehrlich.

Zebrastreifen am Haderner Stern: Polizei und KVR erkennen keinen Anlass für Übergang

Ein Übergang könnte „in Frage kommen, wenn nachweisbar eine Gefahrenlage beziehungsweise eine besondere Situation besteht, welche diesen notwendig macht“. Zuletzt wurde dies von Polizei und KVR, welches im Januar 2020 den Antrag der Bürgerversammlung negativ beantwortete, nicht erkannt.

An der Begründung der Senioren für ihre Forderung hat sich nichts geändert. Sie – die Gehbehinderten, Blinden und Hörgeschädigten – sagen, dass sie dort immer wieder gefährliche Situationen erleben. Viele Autofahrer hielten sich nicht an Tempo 30, parkende Fahrzeuge versperren die Sicht.

Zebrastreifen am Haderner Stern: Umdenken bei der zuständigen Polizeiinspektion

Zwar gibt es die Option, die Straße über eine Fußgängerbrücke zu überqueren (im Bild rechts oben). „Viele strengt aber die Steigung zur Brücke, die im Winter häufig vereist ist, zu sehr an“, erklärt Kaltenegger. „Daher bevorzugen sie, den Stiftsbogen auf ebener Strecke zu überqueren und mit dem Aufzug zum Einkaufszentrum zu gelangen.“

Inzwischen hat die zuständige PI 41 mit Martin Bachmaier einen neuen Leiter. Bei der Bürgerversammlung erklärte er im Anschluss an Wilhelm Kalteneggers Ausführungen, man wolle die Situation „nochmal überdenken“. Auf erneute Hallo-Nachfrage bestätigt ein Sprecher der Polizei, dass man in diesem Fall einer möglichen Querung „wohlwollend“ gesinnt sei.

Zunächst muss allerdings das Mobilitätsreferat (MOR) den Antrag prüfen und die Polizei zu einem Ortstermin einladen. Auf die Frage nach einer Einschätzung seitens des MOR sagt Sprecherin Christina Warta, dass man einem Ergebnis nicht vorgreifen könne.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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