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Für mehr Artenvielfalt in München

Rettet die Bienen: Er sieht die Stadt in der Pflicht!

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Blühwiesen wünscht sich Hans Filser auf Flächen wie hier am Busbahnhof am Max-Lebsche-Platz.

Hadern – Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hat ein erfolgreiches Ende gefunden: Damit nicht nur Landwirte, sondern auch Kommunen Verantwortung übernehmen, fordert Hans Filser jetzt mehr Blühwiesen

Rettet die Bienen – das Volksbegehren ist derzeit in aller Munde (Hallo berichtete). Auch der Haderner Hans Filser begrüßt den Einsatz für mehr Artenreichtum. „Allerdings haut das Volksbegehren vor allem auf die Landwirte drauf“, sagt er. Auch die Kommunen müssten in die Pflicht genommen werden.

Filser beschwerte sich im Bezirksausschuss (BA) Hadern deshalb darüber, dass im 20. Stadtbezirk einige Grünflächen „permanent auf Englischer Rasen getrimmt werden“. Dabei sollte München seiner Ansicht nach als blühendes Vorbild gelten. „Städte haben genügen Grünflächen, die nicht für Freizeitaktivitäten genutzt werden“, sagt Filser im Gespräch mit Hallo.

Alleine in Hadern gebe es große Wiesen rund um den Max-Lebsche-Platz sowie allerlei Straßenbegleitgrün und Trennstreifen. „Die muss man doch nicht immer auf das Niveau eines Golfplatzes mähen“, sagt der Haderner. Er stellt sich vor, dass man die Flächen seltener und vor allem nicht gleichzeitig mäht. „Dann können die Insekten von der einen zur anderen Wiese umziehen.“

Bereits im Februar hatten zwei Ehepaare aus Krailling den selben Vorschlag. Sie haben die Gemeinde per Antrag dazu aufgefordert, neue Blühwiesen anzulegen (Hallo berichtete).

Im BA stand man dem Ansinnen Filsers durchaus offen gegenüber. Sein Schreiben wird an das Baureferat weitergeleitet. Zumindest beim Straßenbegleitgrün hat der BA-Vorsitzende Johann Stadler (CSU) aber Zweifel, ob die seltenere Mahd umsetzbar ist. „Da gibt es bestimmt irgendeine Vorschrift, weil der Bewuchs sonst in die Straße ragen könnte“, vermutete er – und hat damit auch recht.

Wie das Baureferat Hallo München auf Nachfrage mitteilt, spielt die Verkehrssicherheit dort tatsächlich eine große Rolle: „Weil die hoch aufgewachsenen Gräser und Kräuter Blickbeziehungen unterbrechen und ab einer gewissen Wuchshöhe in die Verkehrsflächen kippen können.“ Auch gestalte sich die Umwandlung von bestehendem Straßenbegleitgrün schwierig, unter anderem weil dort wachsende Bäume den Blühflächen das Licht nehmen.

Generell unternehme das Baureferat aber zahlreiche Anstrengungen, um die Qualität und Anzahl der Flächen für Bienen und Insekten zu erhöhen – und das offenbar mit Erfolg, wie einige Statistiken belegen.

Andreas Daschner

Neue Strategie

320 Wildbienenarten sind im Münchner Stadtgebiet nachgewiesen – 96 davon allerdings nur vor 1990. Auch wenn die Stadt deshalb von hohen Verlusten ausgeht, sei die Artenzahl für eine Großstadt noch immer sehr hoch, heißt es aus dem Baureferat. 

Damit das auch so bleibt, hat der Stadtrat im Dezember 2018 eine Biodiversitätsstrategie beschlossen, die ein umfangreiches Bündel an Maßnahmen enthalte, von dem Wildbienen und andere Kleintierfauna profitieren.

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