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Probleme mit Jugendlichen am Haderner Stern ‒ Anwohnerin richtet sich an BA

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Von: Daniela Borsutzky

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Im Bereich des Haderner Sterns wurden im laufenden Jahr bislang sechs Polizeieinsätze wegen Ruhestörung/Belästigung registriert. Im Jahr 2021 waren es 19 Ruhestörungen.
Im Bereich des Haderner Sterns wurden im laufenden Jahr bislang sechs Polizeieinsätze wegen Ruhestörung/Belästigung registriert. Im Jahr 2021 waren es 19 Ruhestörungen. © Daniela Borsutzky

Lärm, Müll, Vandalismus und Pöbeleien am Haderner Stern: Eine Anwohnerin berichtete dem BA nun von den Problemen mit jungen Münchnern an der Einkaufspassage.

Hadern - Seit 20 Jahren wohnt Barbara Hüller (Name von der Redaktion geändert) am Haderner Stern. Weil die Probleme mit Jugendlichen, die sich um die dortige Einkaufspassage aufhalten, immer schlimmer geworden wären, klagte sie jetzt dem Bezirksausschuss ihr Leid. Sie berichtete von Lärm, Vandalismus, Belästigungen und möglichem Drogenhandel. Aus Angst vor gezielten Angriffen möchte Hüller nicht in der Zeitung in Erscheinung treten.

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Lärm, Müll, Vandalismus und Pöbeleien am Haderner Stern: Anwohnerin richtet sich mit Ärger an den BA

Die Passage am Haderner Stern habe sich in jüngster Zeit zum Treffpunkt für Jugendliche entwickelt, so Hüller. Sie habe durchaus Verständnis dafür, dass jungen Menschen in der Pandemie viel abverlangt wurde und diese mehr Räume für sich bräuchten. „Aber sie besetzen bei uns die Treppenhäuser und machen dort Party, beschädigen Aufzüge, lassen ihren Müll liegen“, beschwerte sich Hüller. Kürzlich sei ein Roller aus dem zwölften Stock geworfen worden: „Ein Glück, dass niemand unten vorbeiging.“

Auch tagsüber würden die jungen Leute Passanten belästigen, sie wüsste gar von jungen Frauen, die extra eine U-Bahnstation früher oder später aussteigen, um den Haderner Stern zu meiden. Hüller habe die Störer auch schon angesprochen: „Da kriegt man dann Antworten, die ich hier nicht wiederholen möchte!“

Probleme am Haderner Stern: Streetworker und eine Sicherheitswacht als mögliche Lösung

Weil die Polizei nicht immer vor Ort sein könne, regte Hüller an, Streetworker oder eine Sicherheitswacht einzusetzen. Die Lokalpolitiker wiesen auf REGSAM, das regionale Netzwerk für soziale Arbeit in München, oder einen möglichen Einsatz von AKIM, dem Allparteilichen Konfliktmanagement in München, hin.

Auf Hallo-Nachfrage erklärt Brigitte Gans, die bei AKIM unter anderem für den 20. Bezirk zuständig ist, dass sie von Problemen am Haderner Stern bislang keine Kenntnis hätten. Martin Bachmaier, Chef der örtlichen Polizeiinspektion (PI), sagte zu, die Örtlichkeit weiter in den Fokus nehmen zu wollen.

Des Weiteren könnte man mit dem BA über den Einsatz einer Sicherheitswacht sprechen, um das subjektive Sicherheitsgefühl dort zu erhöhen. Auf Nachfrage erklärt ein Sprecher, dass es polizeiinterne Diskussionen dazu gebe, aber noch keine verbindlichen Aussagen getroffen werden könnten. Insgesamt würden aber weder die verzeichneten Deliktszahlen noch die Feststellungen der Beamten vor Ort auf einen polizeilichen Brennpunkt oder gar ein „Problem-Viertel“ schließen lassen.

Anwohner klagen über Jugendliche: Vermietern und Eigentümern ist Problem am Haderner Stern bekannt

Viele Immobilien am Haderner Stern sind im Bestand der Bayerischen Versorgungskammer. Sprecherin Susanne Obermaier bestätigt die Aussagen der Anwohner: „Die Problematik rund um die Themen Ruhestörungen sowie exzessives Aufhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Gelände des Haderner Sterns ist uns bekannt.“ Diese seien laut Aussagen der Mieter und Hausmeister allerdings nicht in der Anlage wohnhaft.

Man stehe „im regelmäßigen Austausch“ mit der zuständigen PI und habe die Mieter durch Aushang in allen Häusern gebeten, bei Auffälligkeiten direkt die Polizei zu kontaktieren. Zudem habe man in der Vergangenheit Kontakt zu „Streetworkern“ hergestellt.

Im BA will man nun überlegen, welche Möglichkeiten für ein Konfliktmanagement ergriffen werden sollen.

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