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BA Hadern setzt sich für Verbot von Schottergärten ein ‒ das sagt die Stadt

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Obwohl viele Menschen wüssten, dass ein Klimawandel im Gange ist, entstehen auch in Hadern immer mehr „Schottergärten“ ohne Grün – zum Leidwesen des BA.
Obwohl viele Menschen wüssten, dass ein Klimawandel im Gange ist, entstehen auch in Hadern immer mehr „Schottergärten“ ohne Grün – zum Leidwesen des BA. © dpa/Carmen Jaspersen

Für Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es derzeit in München kein Verbot von Steinwüsten in Vorgärten – die Lokalpolitiker in Hadern wollen das jetzt ändern.

Hadern - Steinwüsten in Vorgärten sollen nach dem Willen des Haderner Bezirksausschusses (BA) beim Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern verboten werden. Laut des Planungsreferats der Stadt München sind Freiflächengestaltungpläne aber erst ab mehr als drei Wohneinheiten erforderlich. In diesem Fall schreibt die Landesbauordnung vor, dass unbebaute Flächen wasseraufnahmefähig zu belassen sind.

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Mehr Grün in Vorgärten: BA Hadern will Verbot von Schotter-Versiegelung

„Das ist zu wenig“, sagt Irmgard Hofmann (SPD). Im Stadtbezirk werde vor allem mit dem Bau von Reihen- oder Doppelhäusern nachverdichtet, die dann nicht unter diese Regel fallen. „Für die Eigentümer gibt es lediglich ein Begrünungsgebot. Wir brauchen aber gerade in diesem Bereich ein Verbot solcher Bodenversiegelungen“, fordert Hofmann.

Im vergangenen Sommer hatte der BA bereits fraktionsübergreifend einen Antrag an das Referat für Stadtplanung und Bauordnung gestellt, dass bei allen Bauanträgen vorab geprüft werden soll, dass Vorgärten weder mit Schotter noch mit Pflastersteinen versiegelt werden. Außerdem hatte sich der BA die Einrichtung einer „Task Force“ gewünscht, die dafür sorgen sollte, dass Vorgärten wieder entsiegelt werden. Auch ein möglichst hohes Bußgeld wurde ins Spiel gebracht, wenn sich Eigentümer nicht an geltendes Recht halten. Die sollten stattdessen über die Vorzüge naturnah gestalteter Vorgärten besser informiert werden.

Gegen Schottergärten: Stadt erhebt Bußgeld für Verstöße gegen Flächengestaltungsplan

Die Stadt stimmt zwar mit einigen Forderungen überein. So sei ein Informationsblatt, das Grundstückeigentümer über Schottergärten aufklärt, bereits in Arbeit. Zudem werden Verstöße gegen den Freiflächengestaltungsplan bereits als Ordnungswidrigkeit eingestuft, die ein Bußgeld nach sich ziehen können. Darunter fallen derzeit aber noch nicht im Nachhinein veränderte Gärten. Die können erst bei einer Überarbeitung der Freiflächengestaltungssatzung überprüft werden.

Das Einrichten einer „Task Force“ wird von der Stadt ebenfalls grundsätzlich begrüßt. Die Verwaltung könne aber auch heute bereits gegen nicht genehmigte Gestaltungen vorgehen. Aus Kapazitätsgründen beschränke man sich aber auf Einzelfallprüfungen. Bei Ein-und Zweifamilienhäusern erachtet das Referat eine Vorlage von Freiflächengestaltungsplänen derzeit als nicht notwendig.

Das will der BA Hadern nicht hinnehmen. Er will die Stadt nun erneut zur Erweiterung des Freiflächengestaltungsplanes auf kleinere Wohnhäuser auffordern.

Gabriele Uelses

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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