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Grundschüler kritisierten 2018 kargen Pausenhof an Droste-Hülshoff-Straße – keine Verbesserung bisher

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Von: Daniela Borsutzky

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2018 beantragten die Kinder aus der Grundschule an der Droste-Hülshoff-Straße Spielgeräte, wie zum Beispiel eine Schaukel, für ihren Hof. Umgesetzt wurde bislang nichts.
2018 beantragten die Kinder aus der Grundschule an der Droste-Hülshoff-Straße Spielgeräte, wie zum Beispiel eine Schaukel, für ihren Hof. Umgesetzt wurde bislang nichts. © privat

Seit 2018 fordert die Grundschule an der Droste-Hülshoff-Straße neue Spielgeräte für ihre Schüler, doch es tut sich nichts. Eine Schaukel soll aber zumindest bald kommen.

LAIM Groß ist er, der Pausenhof an der Droste-Hülshoff-Straße in Laim unweit des Westparks. Platz zum Toben haben die Grundschulkinder also. Platz für tolle Spielgeräte, die sich die Kinder seit langer Zeit schon wünschen, wäre auf der kargen Fläche somit. Und der örtliche Bezirksausschuss würde die Anschaffung der Geräte bezahlen.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

2018 hatten die Kinder des dortigen Horts im Rahmen des „Kinder-Aktions-Koffers“ – einem Methodenset zur Beteiligung von Schulkindern an der Stadtgestaltung – Ideen für eine Verschönerung eingebracht. Auf diese warten sie bis heute.

„Die damals Beteiligten gehen längst auf weiterführende Schulen“, klagte Elternbeirat Martin Zückert in der jüngsten Sitzung des Laimer Bezirksausschusses. Er warb beim Lokalgremium um Unterstützung für eine Verbesserung. Konkret geht es um drei Spielgeräte. Für die Anschaffung hat der BA bereits im vergangenen Sommer rund 10 000 Euro aus dem Stadtbezirksbudget bewilligt.

Spielgerät für Grundschule an Droste-Hülshoff-Straße: Nestschaukel kommt noch heuer

Lisbeth Haas (Grüne), Kinder- und Jugendbeauftragte im Laimer BA, ist sauer: „Da sagen wir den Kindern, dass sie sich beteiligen sollen und dann passiert aber nichts. Sie bekommen nicht mal eine Antwort.“ So könne man politische Teilhabe Kindern nicht vermitteln, findet Haas.

Lisbeth Haas
Lisbeth Haas © privat

Zur Kommunikation mit den Kindern heißt es aus dem Referat für Bildung und Sport (RBS), dass die grundsätzlichen Vorgaben für deren Antrag eingehalten wurden, es aber „zu Verzögerungen, zunächst durch die Planungen für die Ganztagsschule, dann durch Pandemie-bedingte Einsparungen“ kam. „Die Schüler, die die Ideen eingebracht haben, könnten zwar in der Tat nicht mehr selbst davon profitieren aber ihre Mühe war nicht vergebens: Viele nachfolgende Generationen, die auf dem Pausenhof spielen werden, werden den ‚Pionieren‘ sicherlich dankbar sein“, sagt RBS-Sprecherin Corinna Kreiler.

Spielgerät für Grundschule an Droste-Hülshoff-Straße: Keine „Boden-Belastung“

Denn die gute Nachricht: „Geplant ist nun die Realisierung einer Vogelnestschaukel noch in diesem Sommer“, sagt Kreiler. Die Kosten für deren Beschaffung und Montage belaufen sich auf etwa 35 000 Euro. Weitere Geräte, wie eine Kletterwand und Wackelbrücke, „für welche die Finanzierung voraussichtlich im kommenden Jahr gegeben ist“, sollen später folgen. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf etwa 150 000 Euro. Ein weiterer Ortstermin mit den Beteiligten ist für Juni angesetzt.

Für Aufregung sorgte im BA zudem die angeblich getätigte Aussage, dass der Boden auf dem Schulhof „belastet“ sei. Corinna Kreiler vom RBS gibt Entwarnung: Im Rahmen des letzten Ortstermins „wurde lediglich erläutert, dass bei einem Einbau der Vogelnestschaukel in der von der Schulfamilie gewünschten asphaltierten Fläche Schadstoffprüfungen und eine fachgerechte Entsorgung des alten Asphaltdeckenmaterials obligatorisch wären. Da als Standort nun jedoch die Fläche des ehemaligen Schulgartens abgestimmt wurde, sind diese Maßnahmen nicht erforderlich.“

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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