Politische Motivation möglich

Ruhestätte im Waldfriedhof beschädigt - Münchner Polizei sucht Grabschänder

Im alten Teil des Waldfriedhofs wurde ein Grab stark beschädigt. Die Münchner Polizei ermittelt mögliches Motiv.
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Im alten Teil des Waldfriedhofs in wurde ein Grab stark beschädigt. Die Münchner Polizei ermittelt mögliches Motiv.

Ein Grab im Waldfriedhof in München wurde großflächig beschädigt. Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen.

  • Im Münchner Waldfriedhof hat ein Unbekannter ein Grab geschändet.
  • Die Ruhestätte wurde großflächig beschädigt.
  • Die Münchner Polizei hat die Ermittlungen zum Motiv aufgenommen.

Großhadern - Am Sonntag (07.03.), gegen 07:45 Uhr, bemerkten Beamte der Polizeiinspektion 41 (Laim), dass ein Grab im Waldfriedhof (Alter Teil) an der Fürstenrieder Straße großflächig mit einer zu diesem Zeitpunkt unbekannten Flüssigkeit verunreinigt war.

Nicht nur das Grabmal selbst, sondern auch umliegendes Erdreich war großflächig mit einer rötlichen Flüssigkeit durchtränkt. Neben dem Grab wurden rote Kanister aufgefunden, die augenscheinlich die gleiche Flüssigkeit enthielten.

Zur weiteren Abklärung der Gefährlichkeit der Flüssigkeit wurde die Feuerwehr hinzugezogen, die den betroffenen Bereich mit Plastikplanen abdeckte, um ein weiteres Einsickern der Flüssigkeit nach etwaigen Regenfällen zu verhindern.

Das Kriminalfachdezernat 4 (Staatsschutz) hat die Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe, Sachbeschädigung und Bodenverunreinigung aufgenommen. Gegenstand der Ermittlungen ist auch eine mögliche politische Motivation, da es sich um die Ruhestätte einer Person handelt, deren historische Einordnung und Bewertung umstritten ist.

Medienberichten zufolge handelt es sich um das Grab des ukrainischen Politikers Stepan Bandera. Der umstrittene Nationalist wurde 1959 in München von Agenten des sowjetischen Geheimdiensts KGB getötet. Schon 2014 wurde sein Grab geschändet - damals wurde ein Kreuz entfernt.

Die Münchner Polizei wollte die Berichte von „tz“ und „Abendzeitung“ am Dienstag nicht bestätigen.

Zeugenaufruf:

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 45, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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Polizeipräsidium München/afp/fb

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