Fläche in der Landsberger Straße im Fokus

Die Feuerwehr München bekommt einen neuen Standort in Laim ‒ Doch das Warten auf die Wache dauert an

Die Landsberger Straße 332 wird bis 2029 als Lagerfläche genutzt. Würde diese freigemacht, könnte die Stadt Kosten in Millionenhöhe einsparen, meint Statdträtin Alexandra Gaßmann
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Die Landsberger Straße 332 wird bis 2029 als Lagerfläche genutzt.
  • Daniela Borsutzky
    VonDaniela Borsutzky
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Im Fokus für eine neue Feuerwehrwache steht eine Lagerfläche an der Landsberger Straße. Würde diese freigemacht, könnte die Stadt München Kosten in Millionenhöhe einsparen.

Damit die Münchner Berufsfeuerwehr die Vorgabe, innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort zu sein, einhalten kann, benötigt sie neue Wachen. Eine davon wird in Laim entstehen. Eine Fläche wurde bereits ins Auge gefasst – jetzt werden die Planungen konkreter.

Zuletzt wurde im November 2018 das überarbeitete Standortkonzept für die Feuerwachen im Rathaus beschlossen. Damals war noch die Rede vom Baumschulgelände als potenziellem Standort. Gebaut werden könnte dort frühestens ab 2029, weil in der Gotthardstraße erst mal die U5 nach Pasing verlängert wird. Doch schnell regte sich Widerstand im Viertel, die Laimer wollen ihre grüne Lunge am Rande des Bezirks von Bebauung freihalten.

Also ging die Suche weiter. Im Fokus steht inzwischen das städtische Grundstück an der Landsberger Straße 332. Weil der Platz laut Planfeststellung aber als Baustelleneinrichtungsfläche benötigt wird, steht der Stadt auch dieses Grundstück bis 2029 nicht zur Verfügung – daher wäre eine Interimswache nötig, so Maren Kowitz, Sprecherin des Kommunalreferats.

Die Feuerwehr München bekommt einen neuen Standort in Laim - doch das dauert

Mehrere Fliegen mit einer Klappe könnte man dort schlagen, so die Laimer Stadträtin Alexandra Gaßmann (CSU). Denn vom gegenüberliegenden Pronnerplatz – über das besagte Grundstück, über die Bahngleise – rüber nach Nymphenburg soll einmal ein Steg führen.

Stadträtin Alexandra Gaßmann (CSU)

Um gegenseitige Behinderungen möglichst gering zu halten, sollten die Projekte zeitgleich realisiert werden. Gaßmann geht davon aus, dass die Bahn beim Angebot einer geeigneten Ersatzfläche bereit wäre, das Grundstück freizumachen.

„Unter Berücksichtigung des Gesamtkonzepts Münchner Feuerwachen wäre die zügige Umsetzung sowohl im Hinblick auf die Einhaltung der Hilfsfrist als auch der dann obsoleten Kosten für die Planung und Errichtung einer Interimswache zielführend“, heißt es in einem Stadtrats-Antrag Gaßmanns.

Eine Sprecherin der Bahn bestätigt, dass man inzwischen mit der Stadt in Kontakt stehe – weiter möchte man sich zum Thema aber nicht äußern.

Auf die Frage, ob der „Pronnersteg“ in die Planungen miteinbezogen wird, verweist das zuständige Baureferat lediglich auf einen Beschluss des Bauausschusses von 2019. „Darin sind drei zeitlich gestaffelte Maßnahmenpakete enthalten. Der Standort Pronnerplatz ist als späteres Maßnahmenpaket eingestuft, da die planungsrechtlichen Voraussetzungen noch zu klären sind sowie organisatorische und zeitliche Abhängigkeiten zu übergeordneten Projekten bestehen“, so ein Sprecher.

Darüber hinaus hat der Stadtrat dem Planungsreferat den Auftrag erteilt, für das entsprechende Grundstück einen Bebauungsplan zu erstellen, um einen Radweg südlich der Gleise zu sichern.

Laut Maren Kowitz soll die Landsberger Straße 332 im Herbst dem Stadtrat als Standort zur Genehmigung vorgestellt werden, zusammen mit einer Interimslösung, da das Grundstück eben vorerst noch belegt ist. „Der Steg ist Teil der jetzigen Bauvoranfrage – aber nur um, falls der Steg kommt, die Planungen für die Wache entsprechend anzupassen“, so Kowitz.

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