Von Forderungen und Umsetzungsplänen

Bavariapark: Aktionsbündnis macht sich für Sanierung stark – Stadt plant Maßnahmen

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Um die Wege wieder als solche kenntlich zu machen und den Park als Ganzes aufzuwerten, hat sich das „Aktionsbündnis Bavariapark“ gegründet.

Wo im Bavariapark ein tatsächlicher Weg ist oder einmal war und wo nicht, das können heute viele Besucher nicht unterscheiden. Das „Aktionsbündnis Bavariapark“ fordert deshalb eine Sanierung des Biotops.

Schwanthalerhöhe – Bei der Hallo-Jahresvorschau kündigte Viertel-Chefin Sibylle Stöhr (Grüne) bereits an, dass der Bezirksausschuss heuer eine „Bavariapark-Offensive“ plane. Dahinter steckt das „Aktionsbündnis Bavariapark“, allen voran Carla Egerer. Jetzt fand ein Ortstermin statt – und die Stadt hat diverse Maßnahmen zugesagt.

Carla Egerer wohnt seit 30 Jahren im Viertel. Täglich fährt die Künstlerin und Übersetzerin mit dem Rad zum Bavariapark, um dort spazieren zu gehen. Seit etwa fünf Jahren beobachtet sie eine „zunehmende Verwahrlosung“. Im letzten Herbst habe Egerer beobachtet, wie „Arbeiter Büsche ausgerissen und Unterholz beseitigt haben“ – die Geburtsstunde des Aktionsbündnisses. 

„Natürliche Barrieren sind mittlerweile gänzlich verschwunden, sodass ein jeder sich abseits der offiziellen Wege bewegen kann“, klagt Egerer. Dazu kommt: „Die richtigen Wege und ihre Abgrenzung sind teilweise überhaupt nicht mehr erkennbar.“ Auch die Artenvielfalt habe in den letzten Jahren ihrer Meinung nach rapide abgenommen: „Die Vögel wurden vertrieben, man sieht kaum mehr Eichhörnchen.“

„Die Wegführung ist nicht mehr erkennbar“

Wo darf man lang, wo nicht? Marianne Stark (links) und Carla Egerer vom Aktionsbündnis setzen sich unter anderem dafür ein, dass die Wege künftig wieder ersichtlich sind.

Ein weiterer Punkt, der der Künstlerin und ihren Mitstreitern am Herzen liegt: „Früher hieß der Park Theresienhain. Außerdem handelt es sich um ein Biotop, dass unter Denkmalschutz steht. Doch kaum einer weiß das.“ Anstelle des unscheinbaren Hinweisschildes am Eingang, fordert das Aktionsbündnis die Anbringung einer Infotafel. 

Worauf die Aktivisten außerdem drängen: Die im Parkpflegewerk eingefassten Wege sollen wieder sichtbar gemacht werden, des weiteren sollen 300 neue Büsche gepflanzt werden.

Anstelle des unscheinbaren Hinweisschildes am Eingang, fordert das Aktionsbündnis die Anbringung einer Infotafel.

Dagmar Rümenapf vom Baureferat bestätigt, dass noch heuer Maßnahmen geplant sind: „Die vorhandenen Wege werden saniert, mit dem Ziel, die Wegeführung wieder eindeutig erkennbar zu machen.“ In einigen Bereichen sollen niedrige Geländer zum Schutz der angrenzenden Vegetation angebracht werden. Außerdem ist entlang des Spielplatzes eine Einfassung der Sandbereiche angedacht. Ob Infotafeln aufgestellt werden können, werde derzeit abgestimmt. Um einen „lichten Waldcharakter mit ablesbaren Einzelexemplaren und Strauchgruppen“ zu erreichen, sollen einzelne alte Bäume freigestellt werden und in geschlossenen Gehölzbereichen eine Verdichtung erfolgen.

Während Egerer und ihre Mitstreiter sich schon jetzt über ihren Erfolg freuen und diesen für sich verbuchen, stellt Rümenapf klar: „Um einem Irrtum vorzubeugen: Sämtliche Arbeiten werden nicht etwa in Angriff genommen, weil sie dem Engagement der Aktionsgruppe entsprechen, für das wir uns bedanken und weswegen nun nochmal ein Ortstermin stattgefunden hat. Es handelt sich vielmehr um laufende Unterhalts- beziehungsweise Pflegemaßnahmen, die bereits geplant waren – und die Teil des Parkpflegewerks sind.“ 

Dabei handelt es sich um ein Fachgutachten zum Erhalt der Anlage, welches im Auftrag des Baureferates erstellt wurde und nach vorheriger Terminvereinbarung auch dort eingesehen werden kann.

Daniela Borsutzky

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