Stöbern & feiern um die Schnecke

Macher vom Midnight-Bazar planen einen monatlichen „Bavaria Markt“ auf der Schwanthalerhöhe

Flohmarkt im Mauerpark Berlin
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Der Markt am Berliner Mauerpark. Ein ähnliches Event will Urs Jahn auf dem Schneckenplatz etablieren.
  • Daniela Borsutzky
    VonDaniela Borsutzky
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Die Veranstalter des Nachtflohmarkts planen ein neues Projekt: Mit einem monatlichen Stadtteilmarkt soll die Schwanthalerhöhe belebt werden. Welche Pläne es gibt.

  • Monatlicher Stadtteilmarkt auf Schwanthalerhöhe geplant
  • Angebot verbunden mit Kulturprogramm
  • Stadt muss Pläne noch genehmigen

Schon vor elf Jahren veranstaltete Urs Jahn den ersten Nachtflohmarkt in der Alten Kongresshalle – ein Event, das sich seitdem großer Beliebtheit erfreut und tausende Münchner regelmäßig zu wechselnden Locations lockt. Jetzt will Jahn mit einem neuen Konzept zurück auf die Schwanthalerhöhe.

Ein monatlicher Stadtteilmarkt auf dem Schneckenplatz schwebt dem Veranstalter vor: „Die Idee, unsere Märkte auch draußen an öffentlichen Plätzen zu organisieren, gibt es schon länger“, so Jahn. „Aber seit Corona macht es umso mehr Sinn. Ein durchdachtes Hygienekonzept ist an der frischen Luft viel einfacher umzusetzen als drinnen.“

Der Schneckenplatz in der Schwanthalerhöhe: Hier soll ein monatlicher Stadtteilmarkt entstehen.

„Bavaria Markt“ auf der Schwanthalerhöhe: Konzept muss von Stadt genehmigt werden

Ein Mix aus Klamotten, Trödel, Kunst und Selbstgemachtem an etwa 50 Standln ist geplant – um den Auf- und Abbau der einheitlichen Buden zum Anmieten kümmert sich Jahns Team. Dabei sollen nur wenige ausgewählte professionelle Händler zugelassen werden: „Wir wollen keine Waschmaschinendichtungsringe. Der Fokus liegt auf privaten Ausstellern, die gebrauchte, wiederverwertbare Waren anbieten.“

Ein klassischer Flohmarkt soll der „Bavaria Markt“ allerdings nicht werden. Für Unterhaltung sorgt eine Kleinkunstbühne, dazu kommen Food-Trucks und Gastronomie aus dem Viertel. Zielgruppe: jeder – ob Familien, Studenten, Paare, Künstler, Nachbarschaft, Münchner oder Touristen. Der Besuch des Markts samt Kulturprogramm bleibt kostenfrei – im breit gefächerten Warenangebot wird laut Jahn für jeden Geldbeutel etwas dabei sein.

Jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 18 Uhr könnte also bald auf dem Alten Messeplatz flaniert, gestöbert und gefeiert werden – vorausgesetzt, die Stadt genehmigt das Konzept. „Theoretisch könnten wir in zwei Wochen anfangen, aber die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam“, weiß Jahn, der schon mehr als 300 Märkte veranstaltet hat. Als nächstes will er dem Bezirksausschuss sein Konzept vorstellen.

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