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Bau der Tram-Westtangente in München wirft Fragen auf ‒ Hallo hat nachgehakt: Das sagen die Verantwortlichen

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Von: Daniela Borsutzky

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Die Fürstenrieder Straße an der Ecke zur Agnes-Bernauer-Straße im Jahr 2026 wenn die Trambahn fahren soll.
Die Fürstenrieder Straße an der Ecke zur Agnes-Bernauer-Straße im Jahr 2026 wenn die Trambahn fahren soll. © SWM/MVG

Wie steht es um die Tram-Westtangente in München? Politiker in Laim drängen auf Infos, die MVG, Regierung von Oberbayern und Stadtwerke sollen öffentlich Auskunft geben.

Anfang 2026 soll die Trambahn entlang der Fürstenrieder Straße bis zum Waldfriedhof rollen, ein Jahr später dann der Abschnitt der Westtangente bis zur Aidenbachstraße fertig sein.

Im Sommer 2020 hatten die betroffenen Bezirksausschüsse Stellungnahmen zu den Planfeststellungsunterlagen eingereicht. Weil die Laimer Lokalpolitiker bis heute keine Rückmeldung bekommen haben, drängen sie nun auf Infos.

Tram-Westtangente in München: Fragen an Regierung von Oberbayern, MVG und Stadtwerke zum Bau und Termin

„Neben der U-Bahnverlängerung wird das die nächste große Baustelle bei uns. Es wäre gut zu wissen, wann es wie losgeht“, sagte Christian Hartranft (Grüne) in der jüngsten Sitzung. Einstimmig beschloss das Gremium auf seine Initiative, dass Vertreter der zuständigen Referate und beteiligter Gesellschaften vorstellig werden sollen.

Christian Hartranft (Die Grünen)
Christian Hartranft (Die Grünen) © Andreas Gregor

In einer öffentlichen Bezirksausschuss-Sitzung sollen sie Auskunft über den aktuellen Stand des Planfeststellungsverfahrens und die geplante Umsetzung der Tram-Westtangente geben.

„Zusätzlich zu der laufenden Baustelle der U5-Verlängerung wird diese wichtige Maßnahme des ÖPNV-Ausbaus zu weiteren Baustelleneinrichtungen und Verlagerungen des Verkehrs im Stadtbezirk führen“, heißt es im Antrag. Deshalb und weil die Zeit dränge sei es wichtig, die Laimer Bürger sehr schnell zu informieren.

Ein Erörterungstermin zur Planfeststellung bei der genehmigenden Aufsichtsbehörde Regierung von Oberbayern hat heuer Ende März stattgefunden.

Hallo hat nachgehakt: So lief der Erörterungstermin zur Planfeststellung der Tram-Westtangente

Laut Sprecher Wolfgang Rupp habe dieser ergeben, dass zum Teil bauliche Anpassungen vorgenommen werden müssten: „Die beinhalten beispielsweise, dass Fahrleitungen anders angeordnet werden. Dem haben die Stadtwerke als Vorhabensträger Rechnung getragen und in der vergangenen Woche eine umfangreiche Überarbeitung der Planungsunterlagen bei der Regierung von Oberbayern eingereicht.“

+++ Weil die Werkstätten der MVG unterbesetzt sind, wird die Tram 29 ausgesetzt. Wie die Stadtwerke München die Ausfälle auf der Strecke kompensieren wollen +++

Die Prüfung dieses „umfangreichen Materials“ dauere noch an und man könne daher keine Prognosen zum weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens machen.

Das Einreichen eines sogenannten Tekturantrages bestätigt Maximilian Kaltner von der MVG: „Hierin sind zum Beispiel auch die Einwände der Bezirksausschüsse bezüglich des Radentscheids aufgenommen.“ Die Anregungen seien aufgenommen worden, soweit sie nicht zu „wesentlichen Verzögerungen oder Baumfällungen führen“.

Die MVG und das Mobilitätsreferat rechnen bis zum Ende des ersten Quartals 2023 mit einer positiven Entscheidung der Regierung von Oberbayern zum laufenden Genehmigungsverfahren.

Öffentliche Informationsveranstaltungen sind laut Kaltner im Jahr 2023 vorgesehen. „Unabhängig davon berichten die Stadtwerke in den Bürgerversammlungen über den aktuellen Sachstand.“ Beispielsweise am Dienstag, 18. Oktober, in Laim und am Donnerstag, 27. Oktober, in Sendling-Westpark.

Die Fertigstellung der Tram-Westtangente noch zu erleben, das wünscht sich Konrad Stöckl. Der 69-Jährige wurde kürzlich als Seniorenbeirat für Laim wiedergewählt.

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