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Weil der Laimer Bahnhof für mindestens sechs Monate nicht barrierefrei ist, sollen Busse aushelfen

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Von: Daniela Borsutzky

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Im Zuge der Bauarbeiten muss der Interimsaufzug (re.) kommenden Herbst weichen.
Im Zuge der Bauarbeiten muss der Interimsaufzug (re.) kommenden Herbst weichen. © Daniela Borsutzky

Der Laimer Bahnhof wird im Zuge der Bauarbeiten dort für mindestens sechs Monate nicht barrierefrei sein. Auf der Bürgerversammlung wurden Shuttle-Busse als Ersatz vorgestellt.

LAIM Lange hat man es befürchtet, inzwischen scheint nichts mehr daran vorbeizuführen: Ab Herbst kommenden Jahres ist der Laimer S-Bahnhof nicht mehr barrierefrei erreichbar. Der bestehende Interimsaufzug muss dann, wenn alte Bahnsteige abgebrochen werden, weichen. Zwar werde laut Bahn währenddessen bereits am neuen, barrierefreien Zugangsbauwerk gearbeitet, welches aber erst im Frühjahr 2024 fertig wird.

Als Notlösung für mobilitätseingeschränkte Reisende sollen womöglich Shuttle-Busse, die von der Friedenheimer Brücke aus fahren, zum Einsatz kommen – dies zumindest berichtete der Bezirksausschuss-Vorsitzende Josef Mögele (SPD) bei der Laimer Bürgerversammlung.

Bus-Shuttle am Laimer Bahnhof: DB und SWM führen Gespräche über mögliche Lösung

Auf Hallo-Nachfrage erklärt eine Sprecherin der Deutschen Bahn: „Zum Pendelbus sind wir derzeit im Gespräch mit den Stadtwerken München. Das Thema wird zeitnah erneut mit den beiden Bezirksausschüssen Laim und Neuhausen-Nymphenburg besprochen.“ Maximilian Kalter von den SWM, beziehungsweise der MVG bestätigt: „Wir sind im Gespräch mit der DB, stehen aber noch ganz am Anfang und arbeiten gerade gemeinsam an konkreten Konzepten.“

Der neue Bahnsteig für das Gleis 1, über das künftig die S-Bahnen auf der ersten Stammstrecke stadtauswärts fahren, ist fast fertig. Er soll im Frühjahr 2023 angefahren werden. Derzeit laufen vor allem die Arbeiten an der Umweltverbundröhre (UVR) von Süden her. Laut Bahn müssen 18 sogenannte Hilfsbrücken eingebaut werden, damit der Aushub unter den Gleisen starten kann. Neun solcher Brücken seien bereits fertig, die restlichen sollen bis November eingebaut werden, dann könne der Aushub starten.

Shuttle-Busse am Laimer Bahnhof: Baureferat kann keinen konkreten Plan für Verkehrskonzept vorlegen

Stand jetzt soll die UVR abschnittsweise bis 2025 von der Bahn an die Stadt übergeben werden. Diese ist dann für den Innenausbau zuständig. „Das Baureferat hat mit uns noch kein Gespräch geführt, wie die Verkehrs- und Wegebeziehungen geplant und ausgeführt werden sollen“, kritisierte Mögele bei der Versammlung. Er vermutet, dass noch gar keine Planung vorhanden sei.

Auf Nachfrage beim Baureferat gibt es hierzu keine konkrete Antwort. Es heißt lediglich, dass das Planfeststellungsverfahren, für welches die DB Netz zuständig sei, unter anderem auch die Pläne für die Verkehrs- und Wegebeziehungen der UVR beinhalte.

Aus dem Mobilitätsreferat heißt es, dass am Bahnhof Laim laut einem aktuellen Gutachten mittelfristig von einem Bedarf von rund 1000 Fahrradabstellplätzen auszugehen sei. Eine Machbarkeitsstudie soll alle eingegangenen Standortvorschläge und gegebenenfalls weitere für zusätzliche Bike+Ride-Anlagen prüfen. Zwei Standorte seien an der Wotanstraße geplant.

Gesprächsthema Nummer eins auf der Bürgerversammlung: Die Parksituation im Viertel.

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