Abriss und Neubau?

Münchner Family-Office will Bürokomplex errichten

Noch befindet sich in dem Gebäude an der Mozart- Ecke Haydnstraße ein Hostel und ein Gastronomiebetrieb. Künftig sollen hier Büros entstehen.
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Noch befindet sich in dem Gebäude an der Mozart- Ecke Haydnstraße ein Hostel und ein Gastronomiebetrieb. Künftig sollen hier Büros entstehen.
  • Daniela Borsutzky
    VonDaniela Borsutzky
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An der Mozart- Ecke Haydnstraße soll ein Gebäude abgerissen und neugebaut werden. Der Neubau soll keinen Wohnraum bieten, sondern Bürofläche. Der BA unterstützt den Vorschlag.

Sie ist quasi der Eingang zum Wiesnviertel, die Ecke Mozartstraße/Haydnstraße neben dem Goetheplatz. Hier befindet sich ein etwa 60-jähriges Gebäude, in dem momentan ein Hostel und ein Gastronomiebetrieb untergebracht sind. Doch es scheint, als wären die Tage der Mozartstraße 4 gezählt – künftig soll hier ein neues Bürogebäude mit Tiefgarage entstehen.

Im Sommer 2016 hat das Münchner Family-Office „TGR Immobilien Vermögensverwaltung“, das zum Umfeld der Familie Dallmayr gehört, das Haus erworben. Von wem, das möchte TGR-Geschäftsführer Thomas Gelb-Randlkofer gegenüber Hallo nicht verraten. Auch zu der Frage, warum Gewerbe statt dringend benötigter Wohnraum geplant sei, wollte er sich nicht äußern.

Bürogebäude in der Ludwigsvorstadt: BA stimmt Vorschlag zu

Der betroffene Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt hatte den entsprechenden Vorbescheid im August im Ferienausschuss behandelt – und gegenüber dem Vorhaben keine Einwände erhoben. Dennoch sagt Viertel-Chef Benoît Blaser: „Wenn schon ein Neubau kommt, dann wäre natürlich grundsätzlich Wohnraum besser als Büros.“

Weil das Grundstück sich in einer stadträumlich prägnanten Lage befindet, wurde das Vorhaben jetzt in der Kommission für Stadtgestaltung vorgestellt. Entwurfsverfasser ist das Architekturbüro Thomas Sutor Oliv. Weil das Bestandsgebäude, unter anderem aufgrund der Substanz, als nicht zukunftsfähig betrachtet wird, plane man einen Abriss und Neubau, so Architekt Igor
Brncic.

Überzeugen konnte der Entwurf die Experten in der Kommission allerdings nicht: Die geplante Tiefgaragenzufahrt von der Mozartstraße aus wurde kritisiert, ebenso die Höhenentwicklung und „historisierende“ Fassade. Letztendlich entschloss man sich dazu, das Vorhaben zu Kenntnis zu nehmen. Bauherr und Architekt wurden gebeten, das Projekt unter Berücksichtigung der Kritikpunkte nochmals zu überdenken.

Aus Sicht der Lokalbaukommission ist das Gebäude dem Grunde nach bauplanungs- und bauordnungsrechtlich zulässig. Der beantragte Vorbescheid ist noch nicht erteilt.

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