Nahe Hauptbahnhof

Mehr Licht für die Paul-Heyse-Unterführung

Das neue Lichtkonzept für die Paul-Heyse-Unterführung: Die Wände werden mit hell lackierten Paneelen verkleidet, die Lampen rücken mehr in Richtung Fahrbahn, für die Mittelstützen gibt es blaues Licht .
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Das neue Lichtkonzept für die Paul-Heyse-Unterführung: Die Wände werden mit hell lackierten Paneelen verkleidet, die Lampen rücken mehr in Richtung Fahrbahn, für die Mittelstützen gibt es blaues Licht .

Ludwigsvorstadt: Die Unterführung am Bahnhof – seit Jahren ein Ärgernis. Jetzt will die Stadt sie aufwerten.

Der Ekeltunnel wird aufgehübscht: Die Paul-Heyse-Unterführung beim Hauptbahnhof soll heller und freundlicher werden, dazu hat die Verwaltung jetzt ein Konzept erarbeitet.

Die Wände der Unterführung, die nach einem Münchner Dichter (1830 – 1914) benannt ist, sollen mit einer Vorsatzschale aus hell lackierten Metallpaneelen verkleidet werden. Diese reichen in einer Art Bogen bis zu einem Teil der Decke. So soll sich der Bereich für Fußgänger und Radfahrer von der Straße optisch abheben. Die Paneelen sind gelocht und sollen den Lärm absorbieren. Zudem soll die Beleuchtung näher an die Fahrbahn heranrücken. 

Die aktuelle Situation ist trist und grau.

Die Mittelstützen könnten mit blauem Licht inszeniert werden, das Einheitsgrau wäre Vergangenheit. Die Verwaltung wird für die gesamte Beleuchtung auf LED-Technik setzen. Verzichten will die Stadt auf Nachrüstung einer Längslüftung. Denn die habe bei einem mit 210 Metern sehr kleinen Tunnel ohnehin keinen Effekt auf die Luft.

Dass nun etwas vorangeht, ist auch dem Einlenken der Deutschen Bahn (DB) zu verdanken. Denn die ist Eigentümerin des Bauwerks, die Stadt ist zuständig für Licht, Gehweg und Straße. Bislang hatte der Konzern sich nicht an der Aufwertung beteiligen wollen, weil er sich lediglich für die Verkehrssicherheit zuständig fühlte. Nun wird sich die Bahn zumindest an den Kosten der Wandverkleidung beteiligen. Gesamt kalkuliert die Stadt mit 6,3 Millionen Euro für das Konzept und jährlich rund 100 000 Euro für den Unterhalt. Bauzeit: 20 Wochen. Die Kosten scheinen den Stadträten vertretbar – die DB kalkuliert erst mit einer Generalsanierung im Jahr 2040.

Der Stadtrat muss dem Konzept am kommenden Dienstag noch zustimmen, das scheint aber unkritisch. Sascha Karowski

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