S-Bahn München

Lenker ordnen S-Bahn-Passagiere am Hauptbahnhof

Viel los ist vor allem im Berufsverkehr bei der Münchner S-Bahn. Am Hauptbahnhof startet jetzt ein Pilotversuch, bei dem die Passagierströme von Bahnmitarbeitern gelenkt werden.
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Viel los ist vor allem im Berufsverkehr bei der Münchner S-Bahn. Am Hauptbahnhof startet jetzt ein Pilotversuch, bei dem die Passagierströme von Bahnmitarbeitern gelenkt werden.

Ludwigsvorstadt: Die ist ein Test am Hauptbahnhof, um Verspätungen zu verringern.

Berufsverkehr. Die S-Bahnen sind voll, die Bahnsteige auch. An den Bahntüren drängeln die Menschen, alles geht nur sehr langsam vorwärts. Um solche Situationen in Zukunft zu entspannen, startet die Bahn am Münchner Hauptbahnhof ein Pilotprojekt.

In den nächsten vier Wochen sind dort wochentags in den Hauptverkehrszeiten zwischen 6.15 und 9.15 Uhr sowie zwischen 15.30 und 18.30 Uhr so genannte Reisendenstrom-Lenker im Einsatz. „Dabei sorgen Servicemitarbeiter am Bahnsteig für einen raschen Fahrgastwechsel“, erklärt ein Bahnsprecher. „Ziel ist es, für S-Bahn-Kunden auf der Stammstrecke auch in den Hauptverkehrszeiten einen verlässlichen Fahrplan zu gewährleisten.“

30 Züge pro Stunde fahren in den Hauptverkehrszeiten zwischen Donnersberger Brücke und Ostbahnhof. Damit der Fahrplan eingehalten werden kann, darf ein Halt maximal 30 Sekunden dauern, ansonsten addieren sich viele kleine Verzögerungen schnell zu einer großen Verspätung.

Am Hauptbahnhof sorgen ab sofort sieben Mitarbeiter an neuralgischen Punkten wie zum Beispiel den Auf- und Abgängen dafür, dass das Ein- und Aussteigen in die S-Bahn künftig schneller klappt. Mit persönlichen Ansprachen versuchen sie, die Fahrgäste besser auf dem Bahnsteig zu verteilen. Wenn nötig blockieren sie auch den Zustieg, wenn die Türen bereits am Schließen sind. Außerdem stehen sie für Auskünfte zur Verfügung. Zwei Mitarbeiter sind mit Headsets ausgestattet, um über den gesamten Bahnsteig hinweg Ansagen machen zu können. Die Reisendenstrom-Lenker tragen Warnwesten und sind so für die Passagiere zu erkennen.

Der Pilotversuch dauert bis Freitag, 9. Juni, und wird von Montag bis Freitag durchgeführt. Danach analysiert die Bahn die Wechselwirkungen zwischen Fahrgästen, Stationsbetrieb und Verspätungen. Sollte sich dabei herausstellen, dass es durch die Reisendenstrom-Lenker Verbesserungen in der Pünktlichkeit gibt, könnten diese künftig in den Hauptverkehrszeiten auch an anderen Bahnhöfen an der Stammstrecke zwischen Donnersbergerbrücke und Ostbahnhof eingesetzt werden.

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