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Wer ist die Tote aus der Kompostieranlage?

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München - Wer ist die Tote von Großhadern? Auch knapp zwei Wochen, nachdem die Frau in einer Kompostieranlage gefunden wurde, ist ihre Identität unklar. Jetzt hat die Polizei Bilder herausgegeben.

Zwölf Tage nach dem Fund einer Frauenleiche in einer Münchner Kompostieranlage ist die Identität der Toten noch ungeklärt. Am Mittwoch hat die Polizei ein Foto der Frau sowie ihrer Schuhe und einer Armbanduhr veröffentlicht. Damit erhoffen sich die Ermittler

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Die Polizei hat dieses Bild der Toten zu Fahndungszwecken harausgegeben.

Hinweise auf Namen und Herkunft der etwa 20 bis 30 Jahre alten Frau sowie auf die Umstände ihres Todes. Es seien bisher 15 Hinweise eingangen, sagte ein Polizeisprecher in München. Eine heiße Spur war bislang nicht dabei. Der Fall sei „mysteriös“.

Die Obduktion ergab keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest, möglicherweise ist die Frau ertrunken. Das endgültige Gutachten der Rechtsmedizin stehe noch aus. Der Todeszeitpunkt lässt sich nicht genau eingrenzen. Vielleicht schon im November, wie der Polizeisprecher sagte. Die DNA der Frau, ihre Fingerabdrücke und ihr Zahnstatus ließen keine Rückschlüsse auf ihre Identität zu. Die Polizei recherchiert bundesweit und in Österreich Vermisstenmeldungen, die auf die Frau passen könnten - bislang ohne Ergebnis. Niemand scheint die Tote zu vermissen.

Wie die Frau in die Grube gelangte, ist unklar. Das Areal der Kompostieranlage sei eingezäunt und zu bestimmten Uhrzeiten geöffnet, sagte der Polizeisprecher. Jedoch sei es auch außerhalb dieser Zeiten möglich, auf das Gelände zu gelangen, etwa über den Zaun. Sollte die Frau in die Grube gestürzt sein, sei es möglich, dass sie aus eigener Kraft nicht mehr herauskam. „Es gibt zwar eine Leiter, aber wenn sie die etwa aufgrund von Dunkelheit nicht gesehen hat, konnte sie sich vermutlich nicht auf den Rand der Grube ziehen.“ Der Abstand von der Wasseroberfläche zum Grubenrand habe 80 Zentimeter betragen.

Ein Mitarbeiter der Kompostieranlage hatte die Leiche am 3. Januar in einer Grube im gefrorenen Wasser gefunden. Die Frau war 1,58 Meter groß, schlank und trug hochwertige Bekleidung. Das jetzt veröffentlichte Foto wurde von der Polizei sowohl digital als auch von einer Zeichnerin nachbearbeitet. Die Uhr wurde im Bereich der Grube gefunden, ob sie tatsächlich der Frau gehört, ist nicht sicher.

Berichtigte Personenbeschreibung: Ca. 20 - 30 Jahre alt, 158 cm groß, 48 kg schwer, schlank, dunkelblonde lange Haare, bekleidet mit Mustang Bluejeans (Größenangabe entfernt), neuwertige dunkelblaue Schnürstiefel mit cognacfarbenen Rand (Größe 36, Modellreihe UND Hersteller ''paul green münchen''), beigefarbenes Trägerhemd (Gr. 40) und Slip (Gr. 38) der Firma ''mey'', langärmliges Feinrippshirt der Firma ''Ludwig Beck'' (Gr. S), schwarzes Bustier (one size) der Firma ''TMC/ Tchibo'', schwarze Seidenstrumpfhose.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise zur Identität der Toten oder zum Umstand des Ablebens geben können, werden gebeten, sich mit dem Poliziepräsidium München, Kommissariat 11 unter Tel: 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mm/dpa

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