Laim

Laimer Ortsgruppe des Sozailverbandes VdK feiert Fest zum Jubiläum

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Laim: Sie sind seit 70 Jahren im Einsatz für Gerechtigkeit.

Laim am 8. Mai 1947: Fünf Männer treffen sich im Lokal Willibaldsburg, sie sind kriegsinvalide, wie so viele andere ehemalige Soldaten im Viertel. Vor kurzem ist in Deutschland die Idee aufgekommen, dass sich die verwundeten Soldaten doch zusammenschließen könnten, SPD-Politiker Karl Weishäupl regt das auch für Laim an. Den Vorschlag finden die Männer gut – sie gründen einen Ortsverband des „Verbands der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“ (VdK). Der Zusammenschluss kam im Stadtteil so gut an, dass die Mitgliederzahl schnell auf über 1000 wuchs. Schon im Dezember musste die Gruppe in zwei selbstständige Ortsverbände Laim und Neufriedenheim geteilt werden.

Heute hat der Laimer VdK-Ortsverband 1064 Mitglieder und ist noch immer im Einsatz für mehr soziale Gerechtigkeit. Das 70-jährige Bestehen wird mit einem Fest gefeiert. „Alle Interessierten können kommen“, sagt die Vorsitzende Monika Maresch-Gunst, die gemeinsam mit ihrem Mann Franz Gunst (Foto) und ihren Vorstandskollegen den Ortsverband leitet. Sie besuchen ältere Mitglieder bei runden Geburtstagen und organisieren Stammtische und Treffen sowie Vorträge zu verschiedenen sozialen Themen wie Steuerrecht, Sozialrecht oder Pflege. Zwischen 40 und 50 Mitglieder besuchen regelmäßig die Veranstaltungen. „Vor allem von den jungen Mitgliedern könnten noch mehr kommen“, wünscht sich Monika Maresch-Gunst.

Ansonsten macht sie sich aber keine Sorge um die Zukunft des Laimer VdK-Ortsverbandes: „Momentan sind wir sehr zufrieden“, sagt sie. „Der Zusammenhalt ist gut.“

cla

Der Laimer VdK-Ortsverband feiert am Samstag, 6. Mai, ab 15 Uhr sein 70-jähriges Bestehen im Prinzregent-Garten, Benedikterstraße 35. Es gibt Musik, Tanz und Aufführungen, der Eintritt ist frei. Wer teilnehmen möchte, sollte sich bis Ende der Woche bei Monika Maresch-Gunst unter Telefon 43 74 99 28 anmelden.

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